LUKUHLUS – der LOHAS

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Über mich

Auge um Auge...

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Wer ist eigentlich LukUHLus und woher kommt dieser komische Name?

Nun, ganz einfach: mein Nachname ist Uhl und dieses Pseudonym ist daher ein Wortspiel mit Lukullus (eigentlich Lucullus), dem bekannten römischen Feldherrn, der nach der Legende wohl ziemlich auf leckeres und üppiges Essen stand. Man kann schon fast sagen, dass er ein Fan von orgiastischen Gelagen war. Und auch wenn ich lieber im sitzen als im liegen esse – ich esse für mein Leben gern und das dürfen dann auch gerne mal mehrere Gänge oder entsprechend größere Portionen sein…

LukUHLus und LOHAS – was?

Was das nun aber mit dem Thema “LOHAS” zu tun hat? Schließlich ist das Essen ja nur ein kleiner Aspekt eines nachhaltigen Lebensstils. Auf den ersten Blick schon. Aber es ist meiner Meinung nach sogar einer der zentralsten Punkte überhaupt, da wir in unseren industrialisierten Ländern gerade bei unseren Lebensmitteln seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts eine derart dramatische Veränderung mitgemacht haben und wir nun mal zwangsweise ein- bis mehrmals am Tag essen müssen, so dass allein eine Umstellung diesbezüglicher Gewohnheiten und Bequemlichkeiten bereits etliche Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr einsparen kann.

Das Potential für unsere Umwelt, das in einer bewussten, ressourcenschonenden Ernährung liegt, ist also immens!

Wie ich zu LukUHLus wurde

Bis etwa Ende 2006 war ich ein ganz normaler Konsument. Vor allem, was das Essen anging. Als Kind recht dicklich, als Teenager schon eher als fett zu bezeichnen, als junger Erwachsener nach einer erfolgreichen Diät richtig schlank – doch wie so oft mit den Jahren dann doch wieder zu einem ganz schön stämmigen Kerl “herangewachsen”. Ich aß, wonach mir gerade war. Und wann mir gerade danach war. Also vor allem oft. Schon beim kleinsten flauen Gefühl im Magen wollte ich es beseitigen. Fast Food und Convenience-Produkte waren daher ein ganz normaler Bestandteil meines Lebens. Und auch wenn ich damals schon gerne ab und zu mal “kochte” – recht viel mehr als ein bisschen Grundkenntnisse des Aufwärmens oder Brutzeln des Fleisches und ansonsten einfach zaubern aus der Tüte war das nicht.

Doch dann setzte meine Wendung ein. Irgendwie stellte ich fest, dass mir richtig gutes Essen eigentlich sehr viel bedeutet. Aber derartiges Essen war mit den durchweg gleich und lasch schmeckenden Produkten aus der Lebensmittelindustrie eben nicht machbar. Also begann ich, mich mehr und mehr mit dem Thema Ernährung, Lebensmittel und Kochen auseinanderzusetzen – und kam dabei eben auf dieses Wortspiel LukUHLus. Bereits im Okober 2006 hatte ich zu diesem Zweck mein erstes richtiges Blog gestartet, das hier immer noch erreichbar ist und das auch bleibt.

Bald hatte ich aufgrund meiner Beschäftigung mit dem Thema und dem Fortschritt meiner Kochkünste echt keine Lust mehr auf Tüten und Dosen und Packerl und langweilig schmeckendes Zeug, das nur mit dem Hintergedanken der Gewinnmaximierung produziert wurde. Ich fing an, regelmässig Bio-Ware einzukaufen, erst vom Discounter und später dann in meinem Lieblings-Bio-Laden in unserer Stadt. Und ich erlebte einen Geschmacks-Kick nach dem anderen. Karotten, die wieder so richtig nach Karotten schmeckten, so wie ich sie aus dem Garten meiner Mutter kannte. Tomaten, die nicht mehr nur einen neuen Aggregatszustand von Wasser darstellten, sondern ähnlich intensiv schmeckten wie die selbstgezogenen aus dem Treibhaus meiner Mutter. Und und und – alles schmeckte auf einmal viel intensiver und einfach gesünder! Bio wurde daher schnell etwas absolut alltägliches für mich und ich entwickelte eine gesunde Abscheu vor “industriell” erzeugten Lebensmitteln. Was übrigens auch die konventionelle Landwirtschaft mit einschließt, nicht nur die verarbeitende Industrie.

Warum ich diese Art zu leben durchhielt und weiter ausbaute

Binnen einiger Monate stellte ich fest, dass meine geänderte Ernährung etliche Pfunde purzeln ließ. Es war zwar keine Wunderdiät mit 5 Kilo in zwei Wochen – aber insgesamt rund 10 Kilo in etwa 10 Monaten. Wog ich vor meiner Umstellung rund 100kg (bei 1,86m Körpergröße), so habe ich mich auf ungefähr 90 eingependelt. Wobei es im Sommer schon auch mal auf 85 oder weniger geht und im Winter dank mangelnder Bewegung vielleicht auch mal 91 oder 92. Aber eben nicht mehr satte 100kg im Sommer und im Winter womöglich sogar noch mehr (die Waage war damals nicht gerade mein regelmässig besuchter Freund).

Gleichzeitig fühlte ich mich deutlich fitter und einfach gesünder. Was mir in meinem ersten “Bio-Winter” auch bestätigt wurde: ich hatte nur eine einzige kleine Erkältung. Sonst nichts. Ich bin zwar von Haus aus eine Rossnatur, aber mit Erkältungen musste ich mich früher dennoch mehrmals pro Winter rumschlagen. Seit ich mich konsequent mit Bio-Ware ernähre aber nicht mehr. Mein Immunsystem ist also anscheinend noch besser geworden. Letzten Winter (2008/2009) hatte ich sogar nicht mal mehr eine richtige Erkältung. Ok, genau an Silvester war ich mit fast 40° Fieber auf der Couch gelegen, weil ich mir offenbar eine echte Virengrippe eingefangen hatte, die damals über Bayern fegte. Aber selbst die hatte ich nach 3 Tagen überstanden, wohingegen andere bis zu zwei Wochen flach lagen.

Und was die geschmacklichen Erlebnisse erst angeht…? Nein, ich wollte und konnte nicht mehr darauf verzichten. Wieso sollte ich mich freiwillig jemals wieder so langweiligem, ödem und offenbar dann ja wohl auch ungesundem Essen aussetzen? Eine konsequente Bio-Ernährung ist keine “Diät” – es ist angesichts der derzeitigen Ernährungsgewohnheiten hierzulande ein enormer Fortschritt und ein unbezahlbarer Gewinn an Lebensqualität, den man nicht mehr missen möchte, wenn man ihn mal genossen hat.

LukUHLus, der Genießer wird LukUHLus, der LOHAS

Über zwei Jahre bloggte ich als LukUHLus, der zynische Genießer von meinen Erlebnissen, gab Denkanstösse, schrieb teilweise wirklich böse und erzürnte Einträge über die Zustände in der Lebensmittelindustrie und die Blindheit der Konsumenten, teilte meine Rezepte und dergleichen mehr. In dieser Zeit durfte ich über 250.000 Besucher zählen, weit über 1.000 bestätigende Kommentare lesen, etliche Mails von “Bekehrten” empfangen und eine nicht gerade kleine, regelmässige Leserschar sammeln. Und nicht zuletzt sind zum Beispiel mein Rezept für Sauerkraut, meine Küchentipps zum Thema Fisch aufwärmen sowie meine Gedanken zum Victoria-Barsch wohl auch noch für längere Zeit in Top-Platzierungen bei Google zu finden und tragen daher hoffentlich auch weiter noch zur Meinungsbildung und zu leckerem Essen bei.

Doch nach über zwei Jahren war es eben an der Zeit, sich Gedanken über die weitere Zukunft zu machen. Denn mit der ökologischen Ernährung kamen auch immer mehr Gedanken über ein allgemein nachhaltiges Leben. So entstand ein immer detaillierteres Bild in meinem Kopf, das immer mehr Bereiche des Lebens umfasste. Eine Fiktion, was wir eigentlich alles tun könnten, um uns unsere Welt lebenswert zu erhalten. Wenn wir nur wollten und nicht nur immer unserer Faulheit und Bequemlichkeit nachgeben würden. LOHAS eben.

Und deswegen wurde aus LukUHLus, dem zynischen Genießer mit dem Umzug auf dieses Blog eben LukUHLus, der LOHAS.

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