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	<title>LUKUHLUS - der LOHAS &#187; Themen</title>
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	<description>Nachdenkliches, News, Tipps, Fakten, Bilder, Rezepte und mehr rund um nachhaltiges Leben...</description>
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		<title>Was mich nervt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 15:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirre Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;mich nervt jeglicher Gruppenzwang. &#8230;mich nervt das Ausgrenzen Andersdenkender. &#8230;mich nervt, dass während einer WM die Stimmung der gesamten Nation allein von ein paar so Hanseln auf dem Feld abhängt. &#8230;mich nervt, dass natürlich WIR immer gewinnen, wohingegen aber prinzipiell DIE so scheiße gespielt haben, dass sie verloren haben. &#8230;mich nervt, dass seit zwei Wochen [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;mich nervt jeglicher Gruppenzwang.<br />
&#8230;mich nervt das Ausgrenzen Andersdenkender.<br />
&#8230;mich nervt, dass während einer WM die Stimmung der gesamten Nation allein von ein paar so Hanseln auf dem Feld abhängt.<br />
&#8230;mich nervt, dass natürlich WIR immer gewinnen, wohingegen aber prinzipiell DIE so scheiße gespielt haben, dass sie verloren haben.<br />
&#8230;mich nervt, dass seit zwei Wochen in der Mittagspause über quasi nichts anderes diskutiert wird als über Fußball.<br />
&#8230;mich nervt, dass man inzwischen sogar im &#8220;Business&#8221; schief angesehen wird, wenn man nicht über Fußball mitdiskutieren kann, weil man nicht will.<br />
&#8230;mich nervt, dass an jedem beliebigen Tisch die besten Strategen der Nation sitzen, die den Job als Nationaltrainer natürlich tausendmal besser machen würden als wer auch immer diesen Job gerade inne hat.<br />
&#8230;mich nervt, dass den Längsten hat, wer am meisten und vehementesten über Fußball argumentieren kann.<br />
&#8230;mich nervt, dass keine Sau sich darüber mokiert und es schließlich nur ein Kavaliersdelikt ist, wenn Besoffene lautstark grölend und vuvuzelierend durch die Strassen ziehen, dass aber sofort die Polizei wegen Ruhestörung gerufen wird, wenn mal ein paar Langhaarige &#8220;Slayääääääär&#8221;-rufend vom Konzert kommen.<br />
&#8230;mich nervt, dass <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corpsepaint">Corpsepaint</a> auf völliges Unverständnis stößt, wohingegen schwarz-rot-güldene Faschingsbemalung sogar noch cool wirkt.<br />
&#8230;mich nervt, dass mal wieder hunderttausende Liter Sprit völlig sinnlos für Autokorsos in die Luft gepustet werden und Umweltschutz also anscheinend doch noch nicht in unseren Hirnen angekommen ist &#8211; auch und gerade in den Köpfen der LOHAS, die bei solchem Firlefanz mitmachen.<br />
&#8230;mich nervt, dass man so kritisch denkende Menschen wie mich immer nur mitleidsvoll belächelt.</p>
<p>Mich freut hingegen, dass ich mir in genau solchen Momenten wieder denken kann: Ihr lacht über mich, weil ich anders bin &#8211; aber glaubt mir, ich lache viel mehr darüber, dass Ihr alle gleich seid.</p>
<p>Nix für ungut!</p>


<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Asche auf unsere Häupter!</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 17:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Asche verbindet man ja besonders im Christentum die Buße. Also die Zeit der Einkehr, des Nachdenkens über das Getane, die Einsicht über begangene Fehler &#8211; und die anschließende Reue über selbige. Umso mehr verwundert mich die Tatsache, dass ich seit gestern eigentlich eher nur lauter Panikmeldungen, lautstarke Empörung und  Beschwerden höre, was der Vulkan [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_607" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="alignright size-medium wp-image-614" title="Vulkanausbruch" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/04/Fotolia_12066106_XS-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Also mal ehrlich - habt Ihr nicht auch das Gefühl, dass irgendwas nicht ganz stimmen kann, wenn ein kleiner Vulkan in Island europaweit zu solcher Panik führt?</p></div>
<p>Mit Asche verbindet man ja besonders im Christentum die Buße. Also die Zeit der Einkehr, des Nachdenkens über das Getane, die Einsicht über begangene Fehler &#8211; und die anschließende Reue über selbige.</p>
<p>Umso mehr verwundert mich die Tatsache, dass ich seit gestern eigentlich eher nur lauter Panikmeldungen, lautstarke Empörung und  Beschwerden höre, was der Vulkan in Island verursacht, dessen Namen ich mir weder merken noch tippen kann. Beim täglichen Lesen der Nachrichten bin ich vorhin über die Zahl 150 Millionen Euro gestolpert, die angeblich allein der Lufthansa täglich durch das aktuelle Flugverbot verloren gehen. Dazu noch das Chaos bei der Bahn und auf den Strassen und das entsprechende Gemecker der betroffenen Pendler, die alle von A nach B &#8220;müssen&#8221; und das immer Entfernungen betrifft, bei denen man früher von &#8220;es war einmal in einem fernen Land&#8221; oder zumindest unter Angabe der Anzahl der Tagesreisen sprach.</p>
<p>Also natürlich &#8211; die persönlichen Einzelschicksale sind sicher nervig. Aber sollten wir das Ganze nicht vielleicht doch als Chance zur Einkehr nutzen, mal einen Schritt zurücktreten und uns grundsätzlich überlegen, wie extrem abhängig wir inzwischen anscheinend von der globalen Mobilität sind?</p>
<p>Offenbar ist es ja inzwischen sowas von normal, am Wochenende mal eben zwischen Hier und Dort mit dem Flieger zu pendeln, dass es erst diesen Vulkan und damit die Flugsperre brauchte, um uns überhaupt mal wieder dessen bewusst zu machen. Aber mal mit gesundem Menschenverstand betrachtet &#8211; wie pervers ist eine solche Gesellschaft eigentlich geworden, in der man hier arbeitet, obwohl man eigentlich hunderte oder tausende von Kilometern entfernt wohnt und lebt und dort seine Familie und Freunde hat? Oder wo man einfach &#8220;aus Spaß&#8221; mal eben irgendwohin jettet und dort ein Wochenende verbringt?</p>
<p>Ich will damit niemandem auf den Schlipps treten, aber warum nehmt ihr eigentlich als Berliner eine Stelle in München an, ohne auch konsequent dorthin umzuziehen? Wieso müsst Ihr als verwurzelter Münchner unbedingt in Irland arbeiten und jedes Wochenende dennoch dem Heimweh nachgeben? Und was ist eigentlich so toll daran, vier Stunden für einen Flug hin und zurück aufzuwenden, nur um seinen Arsch über irgendeinen sehenswürdigen Platz zu schieben und damit später bei den Freunden und Kollegen anzugeben &#8211; wenn man das Gleiche doch eigentlich viel entspannter auch in der eigenen Stadt machen kann?</p>
<p>Und wieso ist nur das Fliegen überhaupt so attraktiv billig geworden, dass solche perversen Auswüchse für jedermann erschwinglich wurden? Warum gibt es immer noch keine Umweltsteuer auf Kerosin?</p>
<p>Während ich über diese Fragen philosophiere, merke ich gerade, wie still es hier in Haag an der Amper, etwa 12km nördlich von Freising und damit rund 20km nördlich des Münchener Flughafens geworden ist. Ich sitze auf dem Balkon in der Sonne und abgesehen vom ohrenbetäubenden Vogelgezwitscher und dem Lärmen der spielenden Nachbarskinder ist das einzige &#8220;unnatürliche&#8221; Geräusch der Lüfter meines Laptops. Nur unterbrochen von einem ab und zu durch unsere Straße fahrenden Auto. Zum ersten mal seit ich hier wohne &#8211; und das ist immerhin seit 1995 &#8211; höre ich kein nahezu permanentes Grummeln der startenden Maschinen. Diese haben bei uns zwar glücklicherweise in den meisten Fällen schon ziemlich Höhe gewonnen, so dass es nur ein eher &#8220;unterschwelliges&#8221; Grollen ist (mit der Ausnahme von drei großen Linienfrachtmaschinen, die jeden Tag zur selben Zeit über uns hinweg donnern und mühsam um jeden gewonnen Höhenmeter kämpfen), aber wie gesagt &#8211; erst durch die Abwesenheit dieses Lärms wird mir gerade erst so richtig bewusst, wie viel das eigentlich normalerweise ist.</p>
<p>Ich bin daher so gemein zu sagen: weiter so, Du kleiner isländischer Vulkan! Leg ruhig den Flugverkehr noch länger lahm! Auf dass alle betroffenen Menschen vielleicht mal ein wenig nachzudenken beginnen und dieser Irrsinn des weltweiten Flugverkehrs mit seinen ganzen Folgen für die Umwelt wieder ein wenig zurückgeht. Und so lange Du Feuer und Rauch spuckst, werde ich mit Genuss dem Lärm der Vögel zuhören und erfreut in den strahlend blauen Himmel blicken, der von keinem einzigen Kondensstreifen durchzogen ist &#8211; zum allerersten Mal in den 38 Jahren, seit ich auf diesem Planeten bin.</p>
<p>Und wie sind Eure Erfahrungen mit dem Flugverbot so? Genießt Ihr auch die Ruhe und den blauen Himmel?</p>


<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Original chinesische Frühlingsrollen von Frosta?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 09:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Fertigprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelherstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich seit geraumer Zeit den Frosta-Blog abonniert habe und gerne lese. Auch wenn dort noch mit konventionellen Zutaten gearbeitet wird &#8211; das Engagement bezüglich der Ampelkennzeichnung und des Verzichts auf Zusatzstoffe finde ich vorbildlich. Und Schritte in Richtung umweltbewusster Produktion sind auch vorhanden. Doch was musste ich da [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_607" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-607" title="fruehlingsrollen" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/04/fruehlingsrollen.jpg" alt="Frühlingsrollen" width="320" height="213" /><p class="wp-caption-text">Sind sie nicht lecker anzusehen? Diese gefüllten Teigwaren aus dem fernen Osten sind wahrlich etwas Feines.</p></div>
<p>Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich seit geraumer Zeit den <a target="_blank" href="http://www.frostablog.de/" target="_blank">Frosta-Blog</a> abonniert habe und gerne lese. Auch wenn dort noch mit konventionellen Zutaten gearbeitet wird &#8211; das Engagement bezüglich der Ampelkennzeichnung und des Verzichts auf Zusatzstoffe finde ich vorbildlich. Und Schritte in Richtung <a target="_blank" href="http://www.frostablog.de/produktion-und-anbau/unser-spinat-nach-langem-winter-bioabwasseranlage" target="_blank">umweltbewusster Produktion</a> sind auch vorhanden.</p>
<p>Doch was musste ich da heute lesen? Ein Eintrag, in dem darüber philosophiert wird, ob Frosta jetzt <a target="_blank" href="http://www.frostablog.de/keine/wer-moechte-chinesische-fruehlingsrollen-von-frosta" target="_blank">Frühlingsrollen aus chinesischer Produktion</a> ins Sortiment aufnehmen soll?</p>
<p>Schade. Eigentlich dachte ich, Frosta würde sich in Richtung vernünftiger Lebensmittelproduktion entwickeln. Aber Frühlingsrollen fix und fertig direkt aus China zu importieren? Sie also mit erheblichem Kühlaufwand in einem Schiff um den halben Planeten zu karren? Nein, also das muss  ich im Sinne unserer Umwelt echt nicht haben und sollten diese Rollen tatsächlich ins Produktsortiment Einzug halten, wars das leider mit dem guten Eindruck, den Frosta in den letzten Monaten bei mir aufgebaut hat.</p>
<p>Was denkt Ihr? Würdet Ihr so etwas kaufen, wenn Ihr wisst, wie viel CO2 durch den Transport über die mehr als 9.000km entstanden sind?</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wer KitKat isst, tötet Orang Utans!</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 01:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>

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		<description><![CDATA[Na, da hat Greenpeace ein wahrlich heißes Eisen angefasst und sich mit einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt angelegt. Völlig zu Recht, wie nicht nur ich finde. Denn wieder einmal geht es um die Frage, wie weit die Natur noch zurückstecken soll, nur um unsere blinden Konsum zu befriedigen. Es geht um Palmöl. Dieses Wundermittel [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_595" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-595" title="orang-utan" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2010/03/orang-utan.jpg" alt="Orang Utan in seiner natürlichen Umwelt" width="320" height="240" /><p class="wp-caption-text">Lange wird es sie nicht mehr geben, wenn Lebensmittelkonzerne wie Nestle weiterhin rücksichtslos Palmöl einsetzen.</p></div>
<p>Na, da hat Greenpeace ein wahrlich heißes Eisen angefasst und sich mit einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt angelegt. Völlig zu Recht, wie nicht nur ich finde. Denn wieder einmal geht es um die Frage, wie weit die Natur noch zurückstecken soll, nur um unsere blinden Konsum zu befriedigen.</p>
<p>Es geht um Palmöl. Dieses Wundermittel der modernen Lebensmittelproduktion. Ohne Palmöl geht gar nichts mehr. Gäbe es diese Pflanze nicht, müssten wir kläglich verhungern. Zumindest wäre das so, wenn wir Nestle und den anderen Konzernen glauben, die Palmöl in unglaublichen Mengen verarbeiten.</p>
<p>Prinzipiell sollen sie das ja auch dürfen, das bestreitet niemand. Doch die Frage ist wieder mal, was hinter dem Supermarktregal passiert. Und das ist einfach unglaublich. Besonders, weil ich über die Brisanz des ganzen Themas <a target="_blank" href="http://lukuhlus.blog.de/2007/11/15/biodiesel_aus_palmol_gute_sache_oder~3300339/" target="_blank">Palmöl</a> schon im November 2007 mal gebloggt hatte &#8211; vor zweieinhalb Jahren. Was sich seitdem geändert hat? Nun, anscheinend gar nichts.</p>
<p>Laut Greenpeace ist Nestle absolut bekannt und bewusst, dass ihr indonesischer Lieferant für Palmöl keinesfalls nachhaltig produziert, sondern munter Urwald rodet und zu Palmöl-Monokulturen verwandelt, um die steigende Nachfrage zu decken. Da dieser Urwald aber die letzte Heimat der von Aussterben bedrohten Orang Utans ist, darf man wohl ohne Übertreibung sagen, dass jedes Nestle-Produkt, das bei uns in den Regalen liegt und in dem Palmöl enthalten ist, mit dem Blut unserer sehr nahen Verwandten aus dem Tierreich bezahlt wurde.</p>
<p>Genau das wollte Greenpeace eigentlich auch. Also alle Produkte anprangern. Strategisch dürfte es aber deutlich risikoloser gewesen sein, sich nur eins rauszupicken und exemplarisch an den Pranger zu stellen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Anwälte Nestle beschäftigt und mit welchen Mitteln die zugeschlagen hätten, wenn man nicht nur eins, sondern eine große Palette ihrer Produkte angegriffen hätte.</p>
<p>Und um das Ganze so richtig schön zu verdeutlichen, gibt es auch ein wunderbaren Werbespot von Greenpeace, bei dem die wahren Fakten eingearbeitet wurden:</p>
<p><object style="width: 580px; height: 360px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IzF3UGOlVDc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1" /><embed style="width: 580px; height: 360px;" type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="360" src="http://www.youtube.com/v/IzF3UGOlVDc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;border=1"></embed></object></p>
<p>Na denn, lieber Leser. Es liegt an Dir.</p>
<p>Wirst Du in Zukunft noch KitKat oder eines der vielen anderen Nestle-Produkte mit Orang-Utan-Blut Palmöl essen? Oder wirst Du etwas kritischer als bisher einkaufen und vielleicht sogar die <a target="_blank" href="http://www.greenpeace.de/themen/waelder/mitmach_aktionen/aktion/petition/kein_palmoel_aus_urwaldzerstoerung/" target="_blank">Online-Petition von Greenpeace</a> unterzeichnen?</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Thomas Hoeren: “Der Kampfbegriff Geistiges Eigentum ist falsch.”</title>
		<link>http://www.lukuhlus.de/2009/07/22/der-kampfbegriff-geistiges-eigentum-ist-falsch/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=der-kampfbegriff-geistiges-eigentum-ist-falsch</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 06:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>

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		<description><![CDATA[So langsam wird es ja ernst mit uns Piraten. Wir sind zur Bundestagswahl zugelassen, haben bis auf ein Bundesland im Moment alle Unterstützungsunterschriften beisammen, die Aufstellung der Direktkandidaten geht voran &#8211; es wird! Jetzt heißt es also primär: Wahlkampf machen und die Leute davon überzeugen, dass sich was ändern muss! Ich werde daher diesen Blog [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_362" class="wp-caption alignright" style="width: 166px"><img width="156" height="236" class="size-full wp-image-362" title="piratenpartei" alt="Gegen selbsternannte Könige helfen nur Piraten! Klick zur Homepage!" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/06/piratenpartei.png" /><p class="wp-caption-text">Gegen selbsternannte Könige helfen nur Piraten! Klick zur Homepage!</p></div>
<p>So langsam wird es ja ernst mit uns Piraten. Wir sind zur Bundestagswahl zugelassen, haben bis auf ein Bundesland im Moment alle Unterstützungsunterschriften beisammen, die Aufstellung der Direktkandidaten geht voran &#8211; es wird!</p>
<p>Jetzt heißt es also primär: Wahlkampf machen und die Leute davon überzeugen, dass sich was ändern muss!</p>
<p>Ich werde daher diesen Blog etwas dazu missbrauchen und gelegentlich meine Sicht der Dinge schildern und erklären, warum unser Land einen Wandel braucht.</p>
<p>Einstieg in diese &#8220;Reihe&#8221; soll folgendes Video vom <a target="_blank" href="http://www.elektrischer-reporter.de/rohstoff/video/143/">Elektrischen Reporter</a> machen. Hier erklärt Thomas Hoeren, warum sich bezüglich des Urheberrechts dringend etwas ändern muss. Und weil mir dieser Name vorher auch nichts sagte: er ist Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf, hat den Lehrstuhl für Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universtät Münster inne und ist außerdem Mitglied in etlichen internationalen Gremien und Fachausschüssen. Also nicht gerade ein unwichtiger oder ungebildeter Mensch, der da was sehr interessantes von sich gibt &#8211; man achte vor allem auf seine letzte Aussage, die wunderbar unterstreicht, warum es uns Piraten gibt und warum wir am 27. September Eure Stimme brauchen.</p>
<p align="center">
	<object width="480" height="270"><param name='movie' value="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/ero/01/ERO_01.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/ero/01/ERO_01.jpg'}"></param><param name="quality" value="high"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><param name="allowfullscreen" value="true"></param>
	<embed width="480" height="270" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" quality="high" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" src="http://www.elektrischer-reporter.de/FlowPlayer.swf?config={ configFileName: 'http://www.elektrischer-reporter.de/embed.js', videoFile: 'http://www.blinkenfilme.de/ero/01/ERO_01.mp4', splashImageFile: 'http://www.blinkenfilme.de/ero/01/ERO_01.jpg'}" /><br />
	</object></p>


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		</item>
		<item>
		<title>Prolongation &#8211; Segen und Fluch des E-Commerce-Zeitalters&#8230;</title>
		<link>http://www.lukuhlus.de/2009/07/21/prolongation-segen-und-fluch-des-e-commerce-zeitalters/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=prolongation-segen-und-fluch-des-e-commerce-zeitalters</link>
		<comments>http://www.lukuhlus.de/2009/07/21/prolongation-segen-und-fluch-des-e-commerce-zeitalters/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 08:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirre Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Autofahren]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit ist es viel zu still in diesem Blog geworden. Leider. Habe so einiges um die Ohren. Und vor allem habe ich das analoge Leben ohne Laptop auf dem Schoß wieder zu schätzen gelernt. Denn trotz des Nicht-Sommers ist es draussen doch oft noch schöner als drinnen. Nächste Woche steht aber endlich Urlaub an. [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_388" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img width="300" height="248" class="size-full wp-image-388" title="shopping-cart" alt="Verlockung Internet: einkaufen rund um die Uhr, im Sitzen, ohne Parkplatzsuche..." src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/07/shopping-cart.jpg" /><p class="wp-caption-text">Verlockung Internet: einkaufen rund um die Uhr, im Sitzen, ohne Parkplatzsuche...</p></div>
<p>Zur Zeit ist es viel zu still in diesem Blog geworden. Leider. Habe so einiges um die Ohren. Und vor allem habe ich das analoge Leben ohne Laptop auf dem Schoß wieder zu schätzen gelernt. Denn trotz des Nicht-Sommers ist es draussen doch oft noch schöner als drinnen.</p>
<p>Nächste Woche steht aber endlich Urlaub an. Unser erster gemeinsamer Urlaub, seit wir zusammen sind. Also Urlaub, in dem wir richtig wegfahren und nicht aus Geldgründen nur daheim sitzen. Das haben wir jetzt 5 Jahre gemacht &#8211; aber heuer müssen wir mal aus der Bude raus! Am Samstag gehts deswegen erst mal zu einer guten Freundin in Bamberg, am Sonntag dann für zwei Nächte weiter nach  Hamburg (wir haben ein <a target="_blank" href="http://www.aohostels.com/de/hamburg/hotel-hamburg-reeperbahn/">echt günstiges Hotel</a> 500m vom Fischmarkt, direkt auf der Reeperbahn &#8211; das wird bööööse <img src='http://www.lukuhlus.de/wp-includes/images/smilies/icon_surprised.gif' alt=':o' class='wp-smiley' /> ) ) und anschließend gehts für fünf Nächte direkt auf das <a target="_blank" href="http://www.wacken.com/">Wacken Open Air</a>. Daran anschließend werden wir uns aber wohl spontan noch ein oder zwei Nächte in irgendeinem 50-Seelen-Fischerkaff an der Nordsee einmieten und &#8220;runterkommen&#8221;. Hauptsache keine Menschen, ein richtiges Bett, eine Dusche und vor allem ein eigenes Klo.</p>
<p>Was bis jetzt noch überhaupt nichts mit dem Titel dieses Eintrags zu tun hat. Das kommt nämlich jetzt erst. Ob der Erkenntnis, dass ich am Samstag in Bamberg eine Adresse suchen muss und auch noch überhaupt keine Ahnung habe, wie ich in Hamburg mit dem Auto an unser Hotel komme &#8211; heute habe ich mich nämlich dazu entschlossen, mir ein Navi zuzulegen.</p>
<h2>Mr. Master-Map gibt auf</h2>
<p>Lange Jahre habe ich mich geweigert. Ich habe bisher immer überall hingefunden. Mir wurde das Karten lesen quasi schon in die Wiege gelegt. Bei sonntäglichen Ausflügen hat mir mein Papa, ein alter Pionier der Bundeswehr und deswegen zwangsweise ein echter Profi auf der Landkarte, des öfteren einfach den Atlas auf den Rücksitz gereicht und gemeint, ich solle ihn doch über eine schöne Strecke lotsen. Also lernte ich schnell, Bundesstraßen von Staatsstraßen und Ortsstraßen auf der Karte zu unterscheiden, mir räumlich vorzustellen, wo wir in welche Richtung abbiegen müssen und wo man landschaftliche Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und sonstiges findet, was da in der Landkarte eingezeichnet ist.</p>
<p>Dementsprechend hätte ich auch jetzt keine Angst, sowohl Bamberg als auch Hamburg zu meistern. Dank <a target="_blank" href="http://maps.google.de">Google Maps</a> findet man jederzeit eine Karte von jeder Ecke dieser Welt. Und wenn man die mal gesehen hat, findet man sich doch auch in der realen Welt zurecht. In Hamburg selbst würde ich mir dann einfach einen Stadtplan kaufen und somit ebenfalls zielsicher alles finden, was uns interessiert. Gut, was die Rockschuppen auf der Reeperbahn angeht, braucht man sicher keinen Stadtplan. Aber wir wollen ja auch andere Sachen sehen.</p>
<p>Warum in aller Welt geb ich jetzt also tatsächlich 100€ für ein Navi aus?</p>
<p>Weil es verdammt nochmal so bequem ist. Vor einigen Wochen hatte ich einen Kundentermin in Aulendorf, nördlich von Ravensburg und lieh mir dazu das Navi aus dem Büro aus. Zwar machte es einen entscheidenden Fehler und jagte mich von München aus über die im Moment nur aus Baustelle bestehende A8 erst nach Augsburg, dann weiter nach Ulm und anschließend auf die A6 und B-irgendwas nach Süden, wohingegen mir Google Maps eigentlich empfohl, die A99 um München rum zu nehmen und über die A96 von Süden her baustellenfrei und mit nur 10km mehr ans Ziel zu kommen, aber da war ich auch selber schuld, dass ich der netten Stimme hörig war, nicht einfach auf die A99 abgebogen bin und das Ding dazu gezwungen habe, diese Alternative zu wählen.</p>
<p>Was aber die Zielführung am Ort angeht &#8211; ein Traum. Wie gesagt hätte ich das Ganze garantiert auch ohne Navi gefunden. Gerade dort wäre es überhaupt kein Problem gewesen, weil Aulendorf eh nicht so groß ist, das Ziel am Ortsrand liegt und noch dazu sogar ein eigenes Wegweiserschild an der Hauptstrasse hat. So richtig genossen habe ich allerdings die Tatsache, dass ich etwa 15 Minuten zu früh in dem Ort war und deswegen noch schnell an die Tanke konnte, um mir einen Kaffee zu gönnen, gemütlich eine dazu zu rauchen und Tabakvorrat für die Heimfahrt zu besorgen. Also auch das wäre natürlich ohne Navi gegangen &#8211; allerdings hätte ich da ziemlich suchen müssen, weil die Tankstelle gut versteckt war und ich ja nicht weiß, in welcher Ecke ich suchen hätte sollen. So aber &#8211; POI-Liste aufgerufen, drei &#8220;Klicks&#8221; auf dem Touchscreen und 3 Minuten später war ich dort. Das war definitiv mein &#8220;Aha-Erlebnis&#8221;, dass sowas selbst für mich praktisch sein kann.</p>
<p>Und genau diesen &#8220;Luxus&#8221; hätte ich jetzt eben auch gern im Urlaub. Also mittendrin einfach mit ein paar Klicks zu _wissen_, wo die nächste Tankstelle ist, weil man tanken will, mal Pipi muss oder einen Happen essen möchte. Oder wenn wir uns spontan an die Nordsee legen und eine Unterkunft für die Nacht suchen. POIs aufgerufen &#8211; fertig. Und auch davor in Hamburg &#8211; auch wenn wir dort zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Stadtpläne sind zwar ein haptisches Erlebnis &#8211; aber wenn ich mir meinen Stapel im Schrank ansehe&#8230;? Wo ich schon überall war&#8230;? Überall hab ich mir nämlich den praktischen Falk-Patent-Faltplan geleistet&#8230;</p>
<p>Genau wegen der Möglichkeit, eine Stadt oder Landschaft auch außerhalb des Autos zu erleben würde ich mir aber auch nie ein Navi fest in ein Auto einbauen lassen. Was hab ich denn dann von der tollen Technik, wenn ich in einer Stadt bin und diese zu Fuß oder mit Bus und Bahn erkunden möchte? Genau: gar nichts.</p>
<h2>Kauf-Lust oder doch eher ein wenig -Frust?</h2>
<p>Nu aber &#8211; schlußendlich zum Titel des Eintrags: ich bin sooooo neugierig auf das Ding. Aber ich muss natürlich erst noch warten, bis es per <strike>Post</strike> Hermes bei mir ankommt&#8230; <img src='http://www.lukuhlus.de/wp-includes/images/smilies/icon_surprised.gif' alt=':o' class='wp-smiley' /> (</p>
<p>Und genau dazu wollte ich einfach mal fragen, ob ich damit alleine bin?</p>
<p>Wenn ich mir etwas online kaufe, hat das einen nicht unerheblichen Push für mein Belohnungszentrum im Gehirn zur Folge. Auch und gerade, wenn ich zuvor recht lange rumgesucht habe, um auch wirklich das günstigste Schnäppchen zu ergattern &#8211; wer zahlt schon freiwillig gerne deutlich mehr als nötig? Also das ist schon wirklich der größte Segen des Internet: ich kann mir völlig frei raussuchen, wo ich was kaufen will und bin nicht mehr auf den griesgrämigen Elektro-Händler angewiesen, nur weil der in meiner Gegend weit und breit der einzige ist und ich also gar nicht anders kann, als zu ihm zu gehen.</p>
<p>Allerdings verdreht sich diese steinzeitliche &#8220;Yesss, ich habe erfolgreich gejagt&#8221;-Freude doch schnell in nicht unerheblichen Frust &#8211; weil man warten muss, bis man das Gekaufte in den Händen hat. Wo genau das doch eigentlich sogar der größte befriedigende Effekt an dem Ganzen ist. Würde ich nur Spaß daran haben, Geld auszugeben und nichts dafür zu bekommen &#8211; dann hätte ich ja eine immense Befriedigung darin, Almosen in den Fußgängerzonen zu verteilen. Hab ich aber nicht. Also brauch ich das Gegenstück. Was aber dauert&#8230;</p>
<p>Gut, natürlich kennen wir das Problem auch schon von früher:&#160;Katalogbestellungen. Auch da hab ich tolle Bilder und Vorstellungen und Freude &#8211; und muss warten, bis es kommt. Ein Auf und Ab der Gefühle also. Oder fast ein wenig wie Sex mit Unterbrechung&#8230;</p>
<p>Ganz verwegen wäre jetzt natürlich die Aufstellung der These, dass das ja vielleicht auch ein Grund für die vielen Überschuldungen aufgrund von Kaufrausch im Katalog oder Internet sein könnte? Weil während man auf die Erfüllung des letzten Kicks wartet, kann und muss man sich ja schon den nächsten Kick holen, indem man wieder was bestellt. Ginge das wie im normalen Laden Hand in Hand &#8211; wer weiß&#8230;?</p>
<p>Was denkt Ihr?</p>


<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Südzucker bleibt auf (Gewinn-)Kurs &#8211; mit unserem Steuergeld!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 11:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie von n-tv hier gemeldet, hatte die Südzucker AG ein brilliantes erstes Geschäftsquartal und mit 88 Millionen Euro Gewinn einen 40%igen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dank dieses guten Ergebnisses ist die Konzernleitung sehr zuversichtlich, dass der Gesamtertrag des Unternehmens das gesetzte Ziel von rund 400 Millionen Euro (im Vorjahr: 258 Millionen Euro) erreichen wird. [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_380" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img alt="Der Südzucker AG geht es alles andere als schlecht. Millionengewinne, wohin man auch sieht." title="boersenkurs" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-380" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/06/boersenkurs-300x225.jpg" /><p class="wp-caption-text">Der Südzucker AG geht es alles andere als schlecht. Millionengewinne, wohin man auch sieht.</p></div>
<p>Wie von n-tv hier gemeldet, hatte die Südzucker AG ein <a target="_blank" href="http://www.n-tv.de/wirtschaft/Suedzucker-bleibt-auf-Kurs-article381353.html">brilliantes erstes Geschäftsquartal</a> und mit 88 Millionen Euro Gewinn einen 40%igen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dank dieses guten Ergebnisses ist die Konzernleitung sehr zuversichtlich, dass der Gesamtertrag des Unternehmens das gesetzte Ziel von rund 400 Millionen Euro (im Vorjahr: 258 Millionen Euro) erreichen wird.</p>
<p>Auch für kommende Zeiten sei das Unternehmen gut gerüstet, so dass einem weiteren Anstieg des Gewinns eigentlich nichts im Wege stehe.</p>
<p>Was diese Wirtschaftsmeldung jetzt in meinem Blog zu suchen hat? Nun &#8211; wie erst vor kurzem <a href="http://www.lukuhlus.de/2009/06/17/sudzucker-suses-leben-eu-argrarsubventionen-machen-es-moglich/">hier</a> geschrieben, ist die Südzucker AG mit 34 Millionen Euro Subventionsgeldern im Jahr 2008 ja der Spitzenreiter der Empfänger von EU-Agrargeldern. Also von unseren Steuergeldern. Und deswegen finde ich es sehr interessant zu lesen, dass es diesem Unternehmen offenbar tatsächlich extrem gut geht, es floriert und die Euros sprudeln ohne Ende &#8211; und dem auch so wäre, wenn sie keine Subventionen bekämen.</p>
<p>Deswegen also einmal mehr die Frage: sollten wir nicht langsam gegen diese ungerechte Verteilung unserer Steuergelder rebellieren? Wieso bekommt so ein gut verdienender Großkonzern Millionen auf dem Silbertablett präsentiert, wenn im gleichen Atemzug tausende von Milchbauern wegen des Preisdrucks miese machen, mehr und mehr von ihnen aufgeben müssen und die Grundidee der Erhaltung regionaler, bäuerlicher Strukturen mit Hilfe von Agrarsubventionen komplett ad absurdum geführt wird? Denn dafür waren genau diese Subventionen doch eigentlich auch mal gedacht: um beispielsweise den benachteiligten Allgäuer Bauern das Überleben zu sichern, auch wenn dort die Haltung von Kühen aufwändiger und damit teurer ist als in einem Massentierhaltungs-Betrieb in Spanien. Wenn diese Allgäuer Bauern also wegen des Preisdrucks weniger für ihr Fleisch bekommen, sollte dieser Agrarfond eigentlich dafür sorgen, dass er einen Ausgleich erhält und zumindest nicht draufzahlt. So, wie es aber jetzt gehandhabt wird&#8230;?</p>
<p>Wendet Euch doch also einfach mal an <a target="_blank" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/">Euren Bundestagsabgeordneten</a> und fragt ihn, warum er nichts dagegen unternimmt, dass ihr mit Euren Steuergeldern ein gut florierendes Unternehmen finanzieren und diese unfaire EU-Subvenstionspolitik weiter unterstützen sollt.</p>


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		<title>Zensursula, jetzt hab ich aber die Schnauze voll!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 23:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schimpftirade]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Jetzt reichts. In 37 Lebensjahren ist mir Politik zwar nicht wirklich egal gewesen, aber ich war nie aktiv. Doch nun ist das Fass voll. Übervoll. Mit der faktischen Abschaffung der Gewaltenteilung in unserem Land kann und will ich nicht mehr so passiv leben. Ich fühle mich von unseren &#8220;Volksvertretern&#8221; weder vertreten, noch ernst genommen. [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_362" class="wp-caption alignright" style="width: 166px"><a target="_blank" href="http://ich.waehlepiraten.de/"><img alt="Gegen selbsternannte Könige helfen nur Piraten! Klick zur Homepage!" title="piratenpartei" width="156" height="236" class="size-full wp-image-362" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/06/piratenpartei.png" /></a><p class="wp-caption-text">Gegen selbsternannte Könige helfen nur Piraten! Klick zur Homepage!</p></div>&#160;</p>
<p>Jetzt reichts. In 37 Lebensjahren ist mir Politik zwar nicht wirklich egal gewesen, aber ich war nie aktiv. Doch nun ist das Fass voll. Übervoll. Mit der faktischen Abschaffung der Gewaltenteilung in unserem Land kann und will ich nicht mehr so passiv leben. Ich fühle mich von unseren &#8220;Volksvertretern&#8221; weder vertreten, noch ernst genommen. Diese abgehobene Kaste der elitären Schlauschwätzer schert sich einen Dreck um die Stimme von <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2009/petitions-rekord-128200-unterschreiften-gegen-zensursula/">130.000 Unterzeichnern</a> einer Petition, schlägt alle Bedenken und Bitten und Empfehlungen von wirklichen <a target="_blank" href="http://netzpolitik.org/2009/petitions-rekord-128200-unterschreiften-gegen-zensursula/">Experten</a>, <a target="_blank" href="http://blogs.taz.de/ctrl/2009/06/18/spd-online-beirat_meutert/">Beiräten</a> und <a target="_blank" href="http://www.google.de/search?q=zensursula">tausender sonstiger Stimmen</a>&#160;(nicht zu vergessen die Stimmen der <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/67/472590/text/">eigenen, prominenten Mitglieder</a>!) in den Wind, schönt sich die <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/67/472590/text/">Daten einer Umfrage</a>&#160;(es wurde nur argumentiert, wie hoch die prinzipielle Unterstützung sei &#8211; die zwei Drittel, die nicht glauben, dass die Sperren tatsächlich was bringen, wurden unter den Tisch gekehrt), um ihre eigene Position durchzudrücken, hat nachweislich noch nicht mal wirklich Ahnung von dem, was sie da verzapfen und&#160;<a target="_blank" href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2147">lügt</a>&#160;somit sogar in aller Öffentlichkeit &#8211; und drückt ein massiv gegen das deutsche Grundgesetz verstoßendes und noch dazu nutzloses Gesetz durch, das den Grundstein für willkürliche Zensur in unserem Land legt.</p>
<p>Und damit das auch ja funktioniert und von der breiten, weniger informierten Masse unterstützt wird, nutzt man natürlich einen Anlass, bei dem man eigentlich gar nicht dagegen sein kann. Denn wer gegen die Sperrung von Kinderporno-Seiten ist, der toleriert dieses grausame Verbrechen doch. Und ist somit sowieso verdächtig. Wie sinn- und nutzlos das verabschiedete Gesetz in der Praxis ist und ob es wirklich jemals tatsächlich einem einzigen Kind dieses Leiden ersparen wird &#8211; nun ja, darüber haben sich tausende anderer Blogger und Journalisten ja schon ausgelassen, das brauche ich nicht auch noch herunterzuleiern.</p>
<p>Nach 37 Lebensjahren habe ich mich mit Verabschiedung des Internet-Zensurgesetzes also dazu entschlossen, in eine Partei einzutreten. Und zwar in eine, die mein Leben als Halb-Cyberwesen versteht, die sich in der virtuellen Welt wirklich auskennt, mit ihr genauso aufgewachsen ist wie ich und die somit auch die nötige Kompetenz besitzt, mich und meine Interessen mit Verstand zu vertreten und vernünftige, sinnvolle Lösungen für unsere digitale Zukunft zu erarbeiten.</p>
<p>Die analogen Zeiten sind vorbei. Kommunikation passiert nicht mehr auf Papier, liebe graue Panther von den Volksparteien. Wir leben im Zeitalter der Vernetzung und der elektronischen Kommunikation. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit steht jedem jederzeit nahezu das gesamte Wissen und sämtliche künstlerischen Werke dieses Planeten zur Verfügung, woraus sich unendliches Potential für weitere Innovation und Kreativität ergibt. Und dieses Zeitalter braucht demnach neues Denken. Keinesfalls aber ein technisches Verständnis aus Zeiten der grauen Post-Telefone und das Pfründe-Denken der Landvogte aus dem Mittelalter, wie Ihr es offenbar nur habt.&#160;</p>
<p>Und deswegen bin ich jetzt der <a target="_blank" href="http://www.piratenpartei.de">Piratenpartei</a> beigetreten. Danke, Frau von der Leyen. Sie haben mir mit diesem Verfassungsbruch gezeigt, dass es wirklich allerhöchste Zeit ist, aufzustehen und die Stimme zu erheben.</p>
<p style="text-align: center; "><span style="font-size: large; "><strong>Wehret den Anfängen!</strong></span></p>
<div align="center"><img alt="stasi-21-zensursula" title="stasi-21-zensursula" width="212" height="300" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/06/stasi-21-zensursula.png" /></div>
<p style="text-align: center; "><strong><span style="font-size: large; ">Wer steht noch mit auf und wird Pirat?</span></strong></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Südzucker: süßes Leben &#8211; EU-Agrarsubventionen machen es möglich!</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 14:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
		<category><![CDATA[Schimpftirade]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Gestern wurden ja endlich die Empfänger der EU-Agrarsubventionszahlungen 2008 veröffentlicht, so wie das eigentlich schon lange von der EU gefordert wird. Aber von den 27 Mitgliedsstaaten hat Deutschland diese Zahlen als allerletzter herausgegeben. Und bekommt dennoch aus Brüssel eins auf den Deckel: die bayrischen Empfänger fehlen nämlich. &#8220;Mein Heimatland&#8221; weigert sich nach wie vor [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#160;<div id="attachment_347" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><img alt="Man möge mir das fiese Bild verzeihen, aber als Steuerzahler komme ich mir beim Thema Subventionen echt verarscht und abgezockt vor." title="smoking-gangster" width="290" height="414" class="size-full wp-image-347" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/06/smoking-gangster.jpg" /><p class="wp-caption-text">Man möge mir das fiese Bild verzeihen, aber als Steuerzahler komme ich mir beim Thema Subventionen echt verarscht und abgezockt vor.</p></div></p>
<p>Gestern wurden ja endlich die Empfänger der EU-Agrarsubventionszahlungen 2008 veröffentlicht, so wie das eigentlich schon lange von der EU gefordert wird. Aber von den 27 Mitgliedsstaaten hat Deutschland diese Zahlen als allerletzter herausgegeben. Und bekommt dennoch aus Brüssel eins auf den Deckel: die bayrischen Empfänger fehlen nämlich. &#8220;Mein Heimatland&#8221; weigert sich nach wie vor standhaft, die Namen der Geldempfänger bekanntzugeben.</p>
<p>Mit für uns Steuerzahler eigentlich unverschämten Argumenten versuchten und versuchen die zuständigen Behörden und Politiker uns also vorzuenthalten, was da mit unserem Geld passiert.&#160;Denn offenbar ist der Druck der Interessenverbände und sonstiger Lobbyisten, die für die Beschenkten agieren, größer als unser Druck. Also die, die das Geld bekommen, haben mehr Macht als diejenigen, die dieses Geld zur Verfügung stellen. Das versuch ich meiner Bank bei der nächsten Kreditverhandlung auch mal, klarzumachen&#8230;</p>
<p>Allerdings &#8211; wenn ich mir <a target="_blank" href="http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/agrar_empfaenger.html">diese Liste</a> so ansehe, kann ich diese Angst seitens der Politik und Interessenverbände gut verstehen. Denn in meinen Augen ist es ein Skandal sondersgleichen, was da mit unserem Geld finanziert wird.&#160;Schade nur, dass das Ganze im derzeitigen Gewühl um Internet-Zensursula, Wahlkampf und Schweinegrippe untergehen wird. Denn obwohl in den Zahlen wirklich heftiger Zündstoff liegt und auch viele Publikationen und Blogs das Thema aufgreifen &#8211; es fehlt die wirklich spürbare Empörungswelle. Bisher zumindest&#8230;</p>
<h2>Subventionen im Sinne des Erfinders</h2>
<blockquote>
<p><b>Subventionen</b> (von lat. subvenire = zu Hilfe kommen) sind materielle Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung, die von einem Staat an Unternehmen oder andere Staaten geleistet werden.<br />
(Von: <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Subvention">Wikipedia</a>)</p>
</blockquote>
<p>Also als hoffentlich durchschnittlich mündiger Bürger verstehe ich das so, dass man Subventionen an Unternehmen vergibt, die aus irgendeinem Grund benachteiligt wurden oder unverschuldet in Probleme geraten oder dergleichen. Oder wenn eine Menge Arbeitsplätze dran hängen. Also auf jeden Fall muss da ein Unternehmen ein berechtigtes &#8220;aber hey, das ist unfair!&#8221; von sich geben können.&#160;Wenn demnach beispielsweise aus Prinzip unser Braunkohleabbau im Ruhrpott wegen der tausenden Arbeitsplätze weiter betrieben werden soll, obwohl polnische oder russische Kohle um einiges billiger ist &#8211; dann kann es für den Staat und auch uns Steuerzahler durchaus rentabel sein, diesen Betrieben was zuzuschießen, anstatt den betroffenen Arbeitern möglicherweise über Jahre hinweg Arbeitslosengeld oder Hartz IV zu zahlen. Oder wenn eine Firma Opel auch ohne eigene Mißwirtschaft vorübergehend in finanzielle Probleme gerät und es gute Konzepte gibt, den Karren aus dem Dreck zu ziehen &#8211; auch da würde ich noch verstehen, wenn der Staat etwas zuschießt, um diesem Unternehmen diese Chance zu geben.</p>
<p>Auf jeden Fall hängt für mich mit meinem Verständnis aber ein konkreter Bedarf an dem Ganzen. Also das Solidaritätsprinzip. Wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät, kann und sollte darüber beraten werden, ob die Gemeinschaft nicht zusammenlegt und ihm helfend unter die Arme greift. Logisch und fair, oder?</p>
<h2>Subvention im EU-Alltag</h2>
<p>Ganz anders allerdings der Alltag der Agrarsubventionen. 5,4 Milliarden Euro wurden für 2008 allein an deutsche Betriebe gezahlt. Doch wo geht das Geld hin? Natürlich: an die bedürftigen Betriebe! Die jammernden Milchbauern vor allem, die unter dem Druck der Molkereien mit dem Milchpreis so nach unten gehen müssen, dass sie im Endeffekt sauber draufzahlen. Was? Das glaubst Du, lieber Leser? Tja &#8211; verarscht. Genau diese Betriebe bekommen am allerwenigsten, wenn überhaupt was von diesem Geldtopf ab&#8230;</p>
<p>Denn die Höhe der Zahlung ist primär an die Betriebsgröße gebunden. Also vereinfacht ausgedrückt: je mehr Hektar und Kühe und Schweine ein Bauer besitzt, desto mehr bekommt er. Egal übrigens, ob er dabei in irgendeiner Weise ökologisch wirtschaftet oder ob er mit massivem Chemie-Einsatz und nicht artgerechter Massentierhaltung arbeitet. Und auch ungeachtet dessen, ob er wirklich bedürftig ist, oder ob er eigentlich einen gut florierenden Betrieb hat. Oder andersrum: ein Bio-Bauer, der höhere Erzeugerkosten hat, sein Zeug aber vielleicht nicht so gut losbekommt und daher Miese macht, bekommt deswegen auch nicht mehr als jemand, der einen hochrationalisierten Betrieb führt und jährlich einen 5stelligen Gewinn einfährt. Ist doch auch fair so, oder?</p>
<p>Doch damit noch nicht genug: Agrar ist im Sinne der EU-Subventionen ein sehr dehnbarer Begriff. Unsereins denkt dabei natürlich an Landwirte. Die EU hingegen auch an Betriebe, die landwirtschaftliche Erzeugnisse weiterverarbeiten. Und sogar an Betriebe, die eigentlich gar keine wirkliche Landwirtschaft betreiben, sondern beispielsweise nur einen Wald oder sonstige Flächen bewirtschaften. Wobei hierfür übrigens schon auszureichen scheint, sie zu besitzen und einmal im Jahr einen Späher drüberzuschicken, ob da noch alles in Ordnung ist. Anders kann ich mir die groteske Liste der Spitzenempfänger unserer Steuergelder nicht erklären.</p>
<h3>Top-Empfänger: Südzucker AG &#8211; 34 Mio. Euro</h3>
<p>Richtig gelesen. Die Südzucker AG. Ein börsennotiertes Unternehmen, das laut <a target="_blank" href="http://www.suedzucker.de/de/Investor-Relations/Geschaeftsjahr-2008-09/Gewinn-und-Verlust-Rechnung/">ihrer eigenen Gewinn- und Verlustrechnung</a> im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Überschuss von satten 183,2 Millionen Euro eingefahren hat, bekommt aus Brüssel einen Scheck über gut 34 Millionen Euro zugesteckt. Von unserem Geld. Wenn wir mal rund 80 Millionen Bundesbürger annehmen, hat demnach letztes Jahr jeder von uns knapp 50 Cent für Europas größten Zuckererzeuger ausgegeben. Also richtig gespendet, so wie man es einem Obdachlosen am Bahnhof in die Büchse werfen würde. Ohne dass Südzucker uns dafür was geben würde. Nein, einfach so.</p>
<p>Also ich weiß nicht, wie es Euch dabei geht, aber ich finde das doch einen Skandal sondersgleichen. Warum bekommt ein offenbar bestens funktionierendes Unternehmen eine derartige Menge Geld einfach so zugesteckt? Wo ist hier der &#8220;Bedarfsfall&#8221;? Selbst wenn man diese 34 Millionen Euro wegrechnet, bliebe ja noch ein Überschuss von 148 Millionen Euro. Die Aktionäre würden dann zwar vielleicht keine 86 Cent pro Aktie mehr bekommen, sondern vielleicht nur noch 70 Cent (hab einfach mal prozentual runtergebrochen), aber hey &#8211; ist Euch das etwa zu wenig oder was? Oder anders gesagt: wieso soll ich mit meinen Steuern eigentlich überhaupt Eure Aktiengewinne finanzieren??? Ich glaub, es hackt hier im Lande, aber ganz gewaltig!</p>
<h3>Platz #2: Land Schleswig Holstein &#8211; 12 Mio. Euro</h3>
<p>Das hat mich auch sehr überrascht. Das Land Schleswig Holstein erhält Agrarsubventionen von der EU? Wieso das denn eigentlich? Leider konnte ich dazu keine Details finden bzw. ist dazu wohl ausführlichere Recherche nötig, für die mir im Moment die Zeit fehlt. Wenn dazu also jemand was weiß &#8211; bitte ab damit in die Kommentare!</p>
<h3>Platz #3: Betriebsstätte Emlichheim, Emsland Stärke &#8211; 8 Mio. Euro</h3>
<p>Auch hierzu finde ich leider keine Daten zum erwirtschafteten Gewinn dieses größten deutschen Produzenten von Kartoffelstärke. Im Jahr 2004 betrug der Umsatz aber satte <a target="_blank" href="http://www.wer-zu-wem.de/firma/Emsland.html">332 Mio. Euro</a> und 2007 lag dieser bei <a target="_blank" href="http://www.harnisch.com/fmtg/files/pdf/508/emsland_staerke.pdf">332 Mio. Euro</a>. Also halte ich es erstens für sehr unwahrscheinlich, dass aus diesem Umsatz kein Gewinn erwirtschaftet würde und zweitens für noch unwahrscheinlicher, dass dieser 2008 so radikal gefallen sein dürfte. Also auch hier: warum zahle ich eigentlich für ein gut florierendes Unternehmen?</p>
<h3>Töpfer, Storck, Campina, Ferrero&#8230;</h3>
<p>Die Liste setzt sich fort mit hunderten bekannter und unbekannter Namen von Betrieben, die teilweise Subventionen in Millionenhöhe erhalten &#8211; obwohl ziemlich sicher sein dürfte, dass nur die wenigsten davon tatsächlich bedürftig im Sinne des gesunden Menschenverstands sind. Macht Euch doch einfach selber mal den Spaß und nutzt das <a target="_blank" href="http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche">Suchformular</a> &#8211; und erschreckt erst mal genauso wie ich darüber, dass man schon 1.000.000 Euro als minimalen Gesamtbetrag angeben muss, damit das System nicht immer nur &#8220;Es liegen mehr als 500 Ergebnisse vor&#8221; ausspuckt.</p>
<h2>Und wo ist nun Bauer Huber aus Hinterdumpfingen?</h2>
<p>Genau das frage ich mich auch. Also zum einen finde ich natürlich keinen einzigen Bauern aus meiner Nachbarschaft, einfach weil Bayern sich ja dagegen sträubt, diese Daten herauszugeben. Unter anderem aus genau diesem Grund: da könnte ja Bauer Meier nachschauen, was Bauer Huber bekommt und das führt dann unweigerlich zu Neid und Streit. So ein Firlefanz. Also natürlich würde mich das interessieren, aber auch nur aus dem Grund, weil ich wissen möchte, ob mein bevorzugter, weil fast benachbarter Bio-Bauer Schönegge aus Meilendorf bei Nandlstadt überhaupt etwas von der EU bekommt &#8211; und was im Gegensatz dazu die konventionellen Bauern mit vergleichbarer Betriebsgröße um ihn rum bekommen.</p>
<p>Da ich das also nicht machen kann, seid Ihr herzlich eingeladen: <a target="_blank" href="http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche">klickt hier</a> und sucht mal nach einem Biohof in Eurer Umgebung. Und dann nach einem konventionellen Hof in Eurer Umgebung. Und dann vergleicht. Wie sieht denn das Ergebnis aus?</p>
<h2>Du zahlst 67,50 Euro im Jahr in die Taschen der Großverdiener</h2>
<p>Wenn ich mir nun also ansehe, wohin unsere Steuergelder da fließen&#8230;? Zu einem großen Teil geht das Geld an Betriebe, die es wohl alles andere als nötig haben, d.h. wir zahlen denen das Geld nicht, damit sie ihren Betrieb erhalten können, sondern damit sie noch mehr Gewinn erwirtschaften als sie sowieso schon durch das eigene Geschäft haben&#8230;? Klingt das nicht ein klein wenig nach &#8220;lass es uns den Armen wegnehmen und unter den Reichen aufteilen&#8221;? Wir alle werden dazu verdonnert, über unsere Steuern Betriebe zu noch mehr Gewinn zu verhelfen, der im Endeffekt nur in den Taschen der Aktionäre oder sonstiger Inhaber landet.</p>
<p>Und wenn man sich das mal ausrechnet: 5,4 Milliarden Euro Subventionen fließen nach Deutschland. Da wir einer der größten Nettozahler überhaupt sind, gehen wir also vereinfacht gesagt mal davon aus, dass diese 5,4 Milliarden von uns selbst bezahlt werden. Also zahlt jeder unserer rund 80 Millionen Köpfe in Deutschland pro Jahr 67,50 Euro. Also die oben berechneten 50 Cent für Südzucker, 15 Cent für das Land Schleswig-Holstein, 10 Cent für die Emsland Stärke und so weiter und so fort.</p>
<p>Findest Du das gerecht?</p>
<h2>Ein Schelm ist übrigens&#8230;</h2>
<p>&#8230;wer sich schlechtes dabei denkt, dass diese Zahlen von Deutschland jetzt so lange hinausgezögert wurden, dass die EU-Wahlen vorbei sind und wir eine Chance gehabt hätten, mit unserem Stimmzettel unter anderem gegen genau dieses Milliardengrab vorzugehen. Denn man darf ja auch nicht vergessen, dass wir nur eins von 27 Ländern in der EU sind. Und da wir mit am meisten zahlen, fließen eben deutlich mehr als nur die 67,50 Euro pro Jahr von unseren Lohnbescheinigungen direkt zu irgendwelchen &#8220;bedürftigen&#8221; Unternehmen irgendwo in Europa. Auch deprimierend ist die Tatsache, dass die Quoten der Subventionszahlungen bereits für die nächsten Jahre festgeschrieben sind. Diese wurden nämlich bereits letztes Jahr beschlossen. Auch wieder kurz bevor in Deutschland endlich ein paar Zahlen öffentlich wurden und ein Aufschrei durchs Land ging, warum sogar RWE und die Lufthansa <strong>Agrar</strong>subventionen bekommen&#8230;</p>
<p>Also nicht falsch verstehen: ich finde prinzipiell das Konstrukt von Agrarsubventionen gar nicht mal so schlecht. Aber es sollte doch allein Betrieben vorenthalten bleiben, die nicht bereits im Geld schwimmen? Oder noch weiter gefasst: eigentlich sollte es ja schon rein dem Namen nach wirklich nur Betrieben zu gute kommen, die tatsächlich landwirtschaftlich tätig sind, nicht aber das verarbeitende Gewerbe.</p>
<p>Oder bin ich einfach nur zu dumm, um den dahinterliegenden, ökonomischen Sinn bzw. Wert dieser finanziellen Gießkannenmentalität zu verstehen?</p>
<p>&#160;</p>


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		<title>Samstag, 13. Juni 2009 &#8211; Carrotmob in Berlin</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 09:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukuhlus</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_329" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a target="_blank" href="http://vimeo.com/2913530"><img height="271" width="320" src="http://www.lukuhlus.de/wp-content/uploads/2009/06/carrotmob.gif" class="size-full wp-image-329" title="Carrotmob" alt="Carrotmob - wenn wir uns zusammentun, können wir tatsächlich was verändern. (Klick auf das Bild, um zum Video zu gelangen)" /></a><p class="wp-caption-text">Carrotmob - wenn wir uns zusammentun, können wir tatsächlich was verändern. (Klick auf das Bild, um zum englischen Video zu gelangen - das meiste davon ist aber ohne Worte)</p></div>
<p>Gerade habe ich von <a target="_blank" href="http://www.carrotmobberlin.com/">dieser Aktion</a> erfahren &#8211; und finde fast etwas schade, dass ich am anderen Ende der Republik wohne. Da würde ich nämlich schon auch gerne mitmachen. Zwar haben Mob-Aktionen gerade in Berlin ja wegen der regelmässigen Krawalle zum 1. Mai immer einen etwas komischen Beigeschmack &#8211; aber dieser Carrotmob ist echt gänzlich anders.</p>
<p>Eigentlich eine geniale Idee. Es heißt ja immer, dass wir Verbraucher die Macht im Geldbeutel haben und diese nutzen sollen. Allerdings: so lange wir das nur vereinzelt tun, wird da nie was draus. Die Unternehmen werden es nicht wirklich spüren, wenn hin und wieder mal einer von 100 oder 1000 aus &#8220;Protest&#8221; woanders kauft.&#160;Also gibt es nur eins: zusammentun! Und gemeinsam nicht einen oder mehrere &#8220;bestrafen&#8221;, sondern umgekehrt einen einzigen wirklich konzentriert belohnen.</p>
<h2>Treiben wir die Esel an &#8211; mit Karotte oder mit Rute?</h2>
<p>Auf der <a target="_blank" href="http://www.carrotmob.org/">amerikanischen Carrotmob-Seite</a> findet sich zu der Frage, wo der Name überhaupt herkommt, eine echt amüsante Erklärung (ich hab mal frei übersetzt):</p>
<blockquote>
<p>Es gibt ein altes Sprichwort, nach dem Du zwei Möglichkeiten hast, einen störrischen Esel anzutreiben: entweder hängst Du ihm eine Karotte vor&#8217;s Maul oder Du gibst ihm die Rute auf&#8217;s Hinterteil. Stellen wir uns Unternehmen nun mal als solche Esel vor, die sich eigentlich gar nicht in Bewegung setzen wollen. Traditionelle Verbraucher-Aktivitäten sind nun wie ziemlich viel Rute. Proteste, Gerichtsverfahren, Boykotte &#8211; und so weiter. Wir hingegen wollen mal die Karotten-Methode ausprobieren. Wir glauben, dass es möglich ist, Unternehmen zu großen Veränderungen zu bewegen, wenn wir ihnen im Gegenzug entsprechende Gewinne versprechen. Ein absolut positives Modell also, bei dem es keine Anfeindungen gibt und bei dem jeder gewinnt.</p>
</blockquote>
<p>&#160;</p>
<p>Na, das hört sich doch echt schlüssig an!</p>
<p>&#160;</p>
<h2>Wettstreit der Unternehmen</h2>
<p>Wie funktioniert das Ganze nun also? Bisher läuft es so, dass vorab ein Termin festgelegt wird. Dann werden potentielle Läden ausgesucht und befragt, was sie denn mit dem Mehrumsatz tun würden, wenn wirklich an diesem Tag alle Carrotmobber in ihr Geschäft und nicht in andere Läden stürmen würden. Und der, der mit diesem Geld am meisten für die Umwelt oder den Verbraucher tut, der bekommt den Zuschlag und wird offiziell den Carrotmobbern empfohlen, also dass sie an dem Tag ihre sowiese fälligen Einkäufe einfach dort tätigen und nicht woanders.</p>
<p>Interessant ist ja, dass es dabei wirklich nur Gewinner gibt. Der Unternehmer hat überhaupt nichts zu verlieren, weil er ja nur etwas mit dem überschüssigen Geld tut, das er unerwarteterweise bekommt, d.h. er muss nichts aus seinem laufenden Geschäft nehmen und hat deswegen kein Risiko. Und der Kunde hat auch kein wirkliches Problem, denn er muss ja an dem Tag sowieso einkaufen gehen &#8211; und ob er das jetzt hier oder dort tut&#8230;? Gut, sicher gibt es preisliche Unterschiede, aber es ist ja nicht gesagt, dass man beim ausgewählten Laden automatisch immer am teuersten wegkommt.</p>
<p>Außerdem geht es um das wichtigste: man tut als Kunde etwas für seine Interessen &#8211; und die Unternehmen merken nicht nur im Rahmen von ein paar Prozent Marktanteil, sondern an einem richtig massiven Tag, dass sie belohnt werden, wenn sie etwas tun!</p>
<h2>Who&#8217;s the winner?</h2>
<p>Was passiert nun also kommenden Samstag genau? Ziel dieser ersten deutschen Aktion ist der &#8220;Multikulti Spätkauf&#8221; in Kreuzberg. Dessen Besitzer hat sich bereiterklärt, 35% des ganzen Umsatzes, den er an diesem Tag macht, in einen umweltgerechtere Renovierung seines Ladens zu investieren. Er wird also beispielsweise an der Dämmung arbeiten, um seine Heizkosten reduzieren und dergleichen und damit CO2 sparen.</p>
<p>Doch das ist erst der Anfang. Wie die Initiatoren der Aktion betonen, ist das quasi nur die Einführungsaktion für Deutschland. Ziel war also, überhaupt erst mal das Prinzip bekannt zu machen. Und das geht am besten mit Hilfe eines solchen allgemeinen Themas. Also Samstags, wenn sowieso jeder was fürs Wochenende einkaufen muss. In Zukunft sollen aber alle möglichen weiteren Aktionen folgen. Die aber auch nicht unbedingt so regional beschränkt bleiben müssen. Denkbar wäre ja auch, dass man das auf das Internet ausweitet und beispielsweise alle an einem Tag in einem entsprechenden Webshop zum virtuellen Shopping gehen, anstatt das wie gewohnt bei Amazon oder ebay oder sonstwo zu tun.</p>
<h2>Mitmachen? Mitmachen!</h2>
<p>Wichtig ist auch zu sagen, dass wirklich jeder Ideen einbringen kann, wann und wo der nächste Carrotmob-Day stattfinden soll und wie man ihn gestalten könnte. Und je mehr das sind, desto mehr wird auch passieren! Also auch wer da nicht unbedingt aktiv mitmachen kann oder will &#8211; zumindest den Newsletter kann man abonnieren, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und weitersagen ist wie immer Gold wert, denn da die Mache ja nichts damit verdienen, fällt kostenpflichtige Werbung somit aus. Deswegen auch mein Eintrag hier &#8211; erzählt es weiter und macht vielleicht sogar selber mit!</p>


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