Torri del Benaco – Seele baumeln lassen am Gardasee

Wie klein und unbedeutend ist doch unser Alltag, wenn man sich solchen Sonnenuntergängen gegenüber sieht.
Tori del Benaco am Gardasee. Ziel unseres viel zu kurzen Herbsturlaubs. Beziehungsweise unserer viel zu kurzen Verlobungsreise. Und es war ein Glücksgriff.
3.000 Einwohner am Ostufer des Gardasees. Dazu aber geschätzte 5.000 Touristen. Die aber irgendwie gar nicht nervten, weil sie sich in dem malerischen Dörfchen verliefen.
Die Innenstadt ist klein und verwinkelt und eigentlich genau so, wie man sich so ein idyllisches, italienisches Dörfchen vorstellt. Jeder kennt jeden, also wird da geratscht und diskutiert und das Leben spielt sich einfach viel mehr auf der Strasse ab als bei uns.
Rege Betriebsamkeit herrscht aber auch am Kies-Strand im Norden und der Strandpromenade im Westen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit wimmelt es hier vor Touristen – aber niemals wirkt es überfüllt. Dafür gibt es viel zu viele Restaurants, Cafes, Eisdielen und Bars, in denen man den Tag verbringen kann.
Vor allem das Tulles ist mehr als empfehlenswert. In einer schön geschützten Lage saßen wir am Freitag bis spät in die Nacht – und hatten einen perfekten Ausblick auf den grandiosen Sonnenuntergang. Dazu ein mehr als leckerer Lugana aus der Region bzw. einen hammermässigen Bardolino aus dem Nachbardorf – und ich konnte nicht anders, als mal wieder über den Sinn des Lebens zu sinnieren.
Der Gardasee gehört wohl zu den schönsten Fleckchen, die man von München aus in vernünftiger Zeit mit dem Auto erreichen kann. Über den Brenner und die E45 waren wir in nur 5 Stunden dort. Die Hotels sind extrem zahlreich und unser Hotel Galvani, etwa 800m nördlich der “City” und somit einen richtig schönen Spaziergang entfernt, war perfekt.
Bis auf das Frühstück. Italien ist keine Frühstücks-Nation und das merkt man. Allerdings ärgert man sich sowieso, wenn man erst um 10 Uhr frühstückt und um 12 Uhr immer noch satt an den lecker duftenden Pizzen in den zahllosen Restaurants vorbeigeht.
Was das Essen an sich angeht – nun, was soll man schon sagen? Leckeritäten an jeder Ecke! Wobei es natürlich wie immer auch Ausnahmen gibt. Die Pizzeria Carlos beispielsweise, wo man schon sehr die Massenabfertigung schmeckt. Aber das ist ja auch nur einer von vielen. Wir hatten leider viel zu wenig Zeit, um uns überall durchzuessen. Aber das wird nachgeholt.
Torri – wir kommen wieder! Garantiert! Wenn möglich, gleich an Silvester, denn die Vorstellung des Feuerwerk-Spektakels am gegenüberliegenden See-Ufer ist viel zu schön, um wahr zu sein…
Verwandte Einträge:
- LukUHLischer Urlaub 2009 – Teil 1: Hamburg Nach einem kurzen Abstecher nach Bamberg begann unser Urlaub so...
- LukUHLischer Urlaub 2009 – Teil 2: Wacken WAAAAAACKÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖN! Seit fast einem Jahr hatten wir schon die...
- LukUHLischer Urlaub 2009 – Teil 3: Büsum Was freuten wir uns nach unserem Wacken-Erlebnis auf eine anständige...



schöne Beschreibung vom Gardasee. Auf meinem Blog habe ich auch einige Artikel zum Gardasee drin, davon auch über Torri del Benaco und daneben. Wenn doch schon wieder Urlaub wäre.
vg
Maik