Schafmilch vom Reutebachhof
Gerade schlürfe ich eine Köstlichkeit sondersgleichen. Schafvollmilch vom Reutebachhof (oder heißt es nicht doch “Schafsvollmilch” mit “s”?), frisch aus unserem Tagwerkladen. Diese gibt es ja leider nicht ganzjährig, deswegen freue ich mich jedesmal umso mehr, wenn ich sie wieder im Kühlregal erblicke.
Dieser Geschmack… Ich finde Schafmilch der Kuhmilch deutlich überlegen. Sie schmeckt viel intensiver. Wohl wegen des dreifach höheren Fettgehalts. Aber wer jetzt gleich aufschreit – der Cholesteringehalt ist fast genauso hoch bzw. niedrig wie bei Kuhmilch! Dafür sind andere Fette enthalten, deren gesundheitliche Wirkung nicht unbedingt negativ ist. Auch der Vitamingehalt ist deutlich höher als der bei Kuhmilch und es fehlen leider noch entsprechende Studien, um die schon lange gehegte Vermutung zu bestätigen, dass Schafmilch gesünder ist und sogar gewisse Heilwirkung besitzt.
Mich wundert daher, warum die Schafe in unserer Zivilisation von Kühen abgelöst wurden. Denn schon vor 8000 Jahren domestizierten Menschen die Schafe (man denke auch nur an die zahlreichen und obligatorischen Opferlämmer im alten Testament – und eben keine Opferkälber, das nur als goldenes Kalb eine ziemlich negative Erwähnung als Götzenbild findet), wohingegen die Kühe erst später Einzug in unsere Viehhaltung fanden. Wohl, weil die Kuh auch gleich noch eine Menge Fleisch liefert. Und weil Schafe vielleicht leichter zu halten sind.
Jedenfalls – wer diesen Genuss noch nicht kennt, dem kann ich nur dazu raten, mal Produkte aus Schafsmilch zu probieren. Auch Joghurt und Käse aus Schafmilch ist meiner Meinung nach geschmacklich dem Käse aus Kuhmilch überlegen. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Ich sage jedenfalls: danke, Familie Maisch, für diese Leckerität!
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