Original chinesische Frühlingsrollen von Frosta?

Sind sie nicht lecker anzusehen? Diese gefüllten Teigwaren aus dem fernen Osten sind wahrlich etwas Feines.
Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ich seit geraumer Zeit den Frosta-Blog abonniert habe und gerne lese. Auch wenn dort noch mit konventionellen Zutaten gearbeitet wird – das Engagement bezüglich der Ampelkennzeichnung und des Verzichts auf Zusatzstoffe finde ich vorbildlich. Und Schritte in Richtung umweltbewusster Produktion sind auch vorhanden.
Doch was musste ich da heute lesen? Ein Eintrag, in dem darüber philosophiert wird, ob Frosta jetzt Frühlingsrollen aus chinesischer Produktion ins Sortiment aufnehmen soll?
Schade. Eigentlich dachte ich, Frosta würde sich in Richtung vernünftiger Lebensmittelproduktion entwickeln. Aber Frühlingsrollen fix und fertig direkt aus China zu importieren? Sie also mit erheblichem Kühlaufwand in einem Schiff um den halben Planeten zu karren? Nein, also das muss ich im Sinne unserer Umwelt echt nicht haben und sollten diese Rollen tatsächlich ins Produktsortiment Einzug halten, wars das leider mit dem guten Eindruck, den Frosta in den letzten Monaten bei mir aufgebaut hat.
Was denkt Ihr? Würdet Ihr so etwas kaufen, wenn Ihr wisst, wie viel CO2 durch den Transport über die mehr als 9.000km entstanden sind?
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Dieses Beispiel zeigt wiedereinmal deutlich wie rücksichtslos der Natur gegenüber seitens der Unternehmer gehandelt wird. Nur um kurzfristigen Profit zu erreichen!
Ich bin mittlerweile generell skeptisch was Lebensmittel aus China angeht. Stichwort: Glutamat
Olaf
Ja, ich fürchte auch, dass das ganze Thema Green Production bei den meisten Firmen immer noch nicht so im Bewusstsein ist wie uns Verbrauchern immer eingehämmert wird. Da kann Pro7 noch so oft einen “Green Day” veranstalten – wenn die Unternehmen nicht mitziehen, ist das Augenwischerei.
Aber immerhin: diese Woche habe ich gelesen, dass Google in ihrem Headquarter dieses Jahr lieber 200 Ziegen statt einer Rasenmähertruppe beschäftigt, um ihre Wiesen zu pflegen. Kostet genauso viel, ist aber klimaneutral und die Mitarbeiter haben auch noch Spaß mit der Herde. Je mehr solcher Zeichen gesetzt werden, desto mehr andere Unternehmen schwenken da vielleicht auch ein.
Und auch sehr löblich: Frosta hat auf die Verbraucher gehört. Da ich nicht der einzige war, der sehr kritisch diesen Blog-Eintrag kommentiert hat, wurde recht schnell beschlossen, dass Frühlingsrollen aus China wohl doch eine blöde Idee sind und man sie daher nicht ins Sortiment aufnehmen wird.
Also auch wenn ich die Idee verurteilt hab – wieder einmal: Hut ab vor Frosta! Andere Unternehmen bloggen über solche Ideen noch nicht mal oder tun das erst, wenn das Produkt fix und fertig auf dem Markt ist und der Verbraucher nur noch über den Konsum “abstimmen” kann. Frosta scheint dagegen das ganze Thema Kommunikation sehr ernst zu nehmen und offen damit umzugehen und ist deswegen für mich nach wie vor das Musterbeispiel, was eigentlich angesichts der heutigen Möglichkeiten des Internets Standard sein sollte.