Wer KitKat isst, tötet Orang Utans!

Lange wird es sie nicht mehr geben, wenn Lebensmittelkonzerne wie Nestle weiterhin rücksichtslos Palmöl einsetzen.
Na, da hat Greenpeace ein wahrlich heißes Eisen angefasst und sich mit einem der größten Lebensmittelkonzerne der Welt angelegt. Völlig zu Recht, wie nicht nur ich finde. Denn wieder einmal geht es um die Frage, wie weit die Natur noch zurückstecken soll, nur um unsere blinden Konsum zu befriedigen.
Es geht um Palmöl. Dieses Wundermittel der modernen Lebensmittelproduktion. Ohne Palmöl geht gar nichts mehr. Gäbe es diese Pflanze nicht, müssten wir kläglich verhungern. Zumindest wäre das so, wenn wir Nestle und den anderen Konzernen glauben, die Palmöl in unglaublichen Mengen verarbeiten.
Prinzipiell sollen sie das ja auch dürfen, das bestreitet niemand. Doch die Frage ist wieder mal, was hinter dem Supermarktregal passiert. Und das ist einfach unglaublich. Besonders, weil ich über die Brisanz des ganzen Themas Palmöl schon im November 2007 mal gebloggt hatte – vor zweieinhalb Jahren. Was sich seitdem geändert hat? Nun, anscheinend gar nichts.
Laut Greenpeace ist Nestle absolut bekannt und bewusst, dass ihr indonesischer Lieferant für Palmöl keinesfalls nachhaltig produziert, sondern munter Urwald rodet und zu Palmöl-Monokulturen verwandelt, um die steigende Nachfrage zu decken. Da dieser Urwald aber die letzte Heimat der von Aussterben bedrohten Orang Utans ist, darf man wohl ohne Übertreibung sagen, dass jedes Nestle-Produkt, das bei uns in den Regalen liegt und in dem Palmöl enthalten ist, mit dem Blut unserer sehr nahen Verwandten aus dem Tierreich bezahlt wurde.
Genau das wollte Greenpeace eigentlich auch. Also alle Produkte anprangern. Strategisch dürfte es aber deutlich risikoloser gewesen sein, sich nur eins rauszupicken und exemplarisch an den Pranger zu stellen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Anwälte Nestle beschäftigt und mit welchen Mitteln die zugeschlagen hätten, wenn man nicht nur eins, sondern eine große Palette ihrer Produkte angegriffen hätte.
Und um das Ganze so richtig schön zu verdeutlichen, gibt es auch ein wunderbaren Werbespot von Greenpeace, bei dem die wahren Fakten eingearbeitet wurden:
Na denn, lieber Leser. Es liegt an Dir.
Wirst Du in Zukunft noch KitKat oder eines der vielen anderen Nestle-Produkte mit Orang-Utan-Blut Palmöl essen? Oder wirst Du etwas kritischer als bisher einkaufen und vielleicht sogar die Online-Petition von Greenpeace unterzeichnen?
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Nun, ich esse sowieso relativ wenig made by Nestle, schon allein, weil mir die Marktdominanz auf den Zeiger geht (Next on: Mercedes by Nestle o.ä. Unfug). Insofern tuts mir auch nicht weh, nunmehr gar nichts commited by Nestle zu mampfen
Mein Lieblingschokoladenprodukt entstammt einer (AFAIK) kleinen anhaltiner Manufaktur, welches (vor allen Dingen) Edeka regelmäßig mit Alternativen zu ersetzen versucht, die rein gar nichts mit dem Geschmack des Originals zu tun haben, und deswegen dann auch genauso regelmäßig von mir ignoriert werden (Edeka: Umsatzverlust leicht gemacht oder: Wie nah Edeka tatsächlich am Kunden ist – ist aber ein anderes Thema).
BTW: Schön, dass du mal wieder was von dir hören lässt. Unschön ist aber das merkwürdige Reload, das beim Aufschlagen über den Feedreader einfach mal die Seite ins Leere führt. Fehlendes Template?
cu, w0lf.
Selbst wenn dem so wäre (Wer KitKat isst, tötet Orang Utans!)… ob dies Art von platten Sprüchen da weiter helfen? Ab einer gewissen Marktmacht und Größe (siehe Google) muss ein Umdenken nicht nur beim Verbraucher, sondern auch oder gerade in den Köpfen der Manager/Geschäftsleute erfolgen. Die wird ganz bestimmt nicht durch “Bildzeitungs-Überschriften” erreicht…
Nun ja. Zumindest scheint die Überschrift ja ihren Zweck erfüllt zu haben. Du hast den Artikel gelesen. Und da dies Dein erster Kommentar hier ist, nehme ich mal an, Du hättest meinen Blog vielleicht gar nicht entdeckt, wäre der Titel nicht so reisserisch gewesen… ;o)