LUKUHLUS – der LOHAS-Pirat

Nachdenkliches, News, Tipps, Fakten, Bilder, Rezepte und mehr rund um nachhaltiges Leben…

LukUHLischer Urlaub 2009 – Teil 1: Hamburg

Out of Control!

An der Hafenpromenade stehen ein paar offensichtlich besetzte Häuser. Hier wurde das Motto auch gleich unmissverständlich an die Wand gemalt.

Nach einem kurzen Abstecher nach Bamberg begann unser Urlaub so richtig am Sonntag, den 26. Juli. Gut 600km lagen vor uns, als wir gegen Mittag nach einem ausgiebigen Katerfrühstück aufbrachen. Und wir brachten die Strecke auch recht gut hinter uns. Vom üblichen Baustellen-Chaos mal abgesehen, gab es nur eine größere Behinderung bei Göttingen. Aber dank Navi haben wir die recht gut umfahren – und dabei das kleine, malerische Städtchen Hannoversch-Münden entdeckt. Ich bin schwer beeindruckt. Nur Fachwerkhäuser im Stadtkern. Häuser, die teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert stammen. Wow. Und ich dachte, Rothenburg ob der Tauber wäre die Perle der Fachwerkskunst…

Am frühen Abend dann aber endlich die Ankunft auf der Reeperbahn, wo unser Hotel lag. Zumindest meinte das Navi, wir wären da. Von “A&O Hotel” aber weit und breit keine Spur. Stattdessen nur die “Ritze”, “Susis das-schreib-ich-jetzt-besser-nicht-in-meinem-Blog-Bar”, eine Schwof-Bar für ältere Semester, Hamburgs angeblich schärfste Currywurst-Bude – und ein freier Parkplatz. Nach 5 Minuten Suche zu Fuß waren wir dann schlauer: da steht zwar “Hotel Stern” an einer kleinen Einfahrt, aber in dem dahinter liegenden Hof versteckt sich tatsächlich das A&O Hotel. Aha. Na gut, so günstig wie die Zimmer dort sind, kann ich mir schon vorstellen, dass man sich nicht auch noch ein Schild für die Straße leisten kann.

A&O Hotel Hamburg

Der erste Eindruck dann: nicht schlecht. Eigentlich ist das ja eine Jugendherberge, die aber auch normale Zimmer anbietet. Und dementsprechend ist das Ganze auch gebaut. Also echten Hotelkomfort mit einer schnieken Rezeption und dergleichen darf man nicht erwarten. Aber es ist ein alles in allem recht sauberes Haus und absolut zweckdienlich. Vor allem, wenn man sowieso vor hat, nur zum Pennen im Zimmer zu sein – wozu brauch ich dort dann luxuriösen Teppich oder sonstigen Firlefanz, wenn es ein simples Bett, Linoleum-Fußboden, ein Schrank, ein Tisch, ein Stuhl und ein Mini-Fernseher in einem 10qm-Raum auch tun und ich dafür aber nur halb so viel zahle wie in einem “echten” Hotel? Und wenn ich da an meine letzte Billilghotel-Erfahrung vor 6 Jahren in London denke – da hab ich für die Nacht um die Hälfte mehr bezahlt, durfte aber auch in einem echten Schweinestall hausen…

Jedenfalls – wer einfach nur ein günstiges Hotel in Hamburg sucht, um dort seinen müden Körper zu betten und sich morgens mit einem absolut zufriedenstellenden Frühstücksbuffet zu stärken, sollte sich das Angebot unbedingt mal ansehen. (Nein, lieber Google-Quality-Rater: auch wenn es so auffällig aussehen mag – für diesen Link bekomme ich nichts, aber da ich echt lange gegoogelt und wirklich nichts günstigeres gefunden habe, hat diese Website meiner Meinung nach eine bessere Platzierung für diesen Begriff verdient, also lass mir bitte meinen Page Rank!)

Reeperbahn, Dom, Astra und Lehmitz

Nachdem wir erst mal ausgiebig geduscht und uns in Schale geworfen hatten, ging es dann auf zur Erkundung der näheren Umgebung. Also einmal die Reeperbahn von West nach Ost durchschlendert und als wir genug von den Nacktbars und schnorrenden Punks hatten, gingen wir auf den Dom. Für alle, die sich jetzt wundern: so nennt sich dort das Volksfest. Also die Hamburger Wiesn quasi. Die ihr rein von der Größe her auch durchaus das Wasser reichen kann. Besonders wenn man die Bierzeltflächen der Wiesn wegrechnet, denn Zelte gibt es auf dem Dom nicht. Stattdessen trinkt und isst man dort in kleinen Schänken. Was wir dann auch taten. Wobei ich mich aber immer noch frage, warum ich eigentlich über 800km gefahren bin, um mir dort dann ein Erdinger Weißbier aus meiner Nachbarstadt zu gönnen…?

Obwohl – die Antwort ist gar nicht so schwer: nix für ungut, aber Astra, Heineken und Jever sind einfach keine guten Biere. Zumindest nicht für einen verwöhnten bayrischen Gaumen. Der verzieht sich zwar auch bei einem Erdinger Weißbier zu einer angeekelten Grimasse, aber in Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen…

Derart gesättigt (obwohl ich natürlich überhaupt nicht dran dachte, mir ein Krabbenbrötchen zu bestellen und stattdessen nach einer Krabbensemmel fragte und einen fragenden Blick erntete…) ging es dann zurück auf die sündigste Meile der Welt. Und dort gleich in den kleinen Rockschuppen, der sich Lehmitz nennt. Nun ja, besonders toll war es nicht. Was aber nicht am Laden selbst lag, denn der sah schon so aus, als ob man da drin richtig gemütlich Party machen kann. Aber es war Sonntag Abend und deswegen war einfach tote Hose. Also sind wir nach vier Astras auch schon wieder weitergezogen.

Thomas Read und Lars – das Ende naht

Kurz darauf ließ ich mich dann zum ersten mal dazu hinreissen, einem der schnorrenden Obdachlosen tatsächlich etwas Kleingeld zu spendieren. Aber wer mich so schön mit “oh, Metaller – Ihr habt doch sicher 50 Cent für mich – ich kann Euch auch Tipps geben, wo gute Mucke für Euch gespielt wird” anspricht, der hat sich das auch verdient. Die anschließende Auskunft war zwar nicht wirklich die 80 Cent wert, aber der Kerl war echt nett und unaufdringlich. Außerdem: jeden Tag eine gute Tat…

Als wir wieder in die Nähe unseres Hotels kamen, hörten wir dann auf der Straße, dass von irgendwoher Gitarrenmusik kam. Live. Nicht vom Band. Und saugut gespielt wars auch noch. Dem gingen wir also nach – und landeten in einem recht großen Irish Pub namens Thomas Read. Dort klampfte sich ein viel zu gut aussehender Gitarrero die Finger aus dem Leib und schmetterte diverse Klassiker von den Beatles, Cat Stevens oder Eric Clapton. Also durchaus gemütlich. Und weil es draussen angenehm warm war und der Raucher-Biergarten so einladend wirkte, grabschten wir uns auch sofort einen der Tische.

Wo es nicht lange dauerte, bis wir Gesellschaft bekamen. Jemand bemerkte meinen Akzent, sah uns neugierig an und fragte, ob er sich rauchenderweise kurz zu uns setzen könnte. Und schon waren wir im Gespräch mit Lars, einem echt lustigen End-Zwanziger. Der uns viel über Hamburg und seine Heimat Lübeck erzählte, wie es ihn nach Hamburg verschlug, welchen Blödsinn er früher alles so anstellte, dass er früher immer auf Wacken war, es ihm jetzt aber zu groß wurde und so weiter. Und bis wir uns versahen, hatten wir schon wieder gut gebechert und geschnapselt und es war allerhöchste Zeit, den Tag zu beenden und sich ins Bett zu legen…

Hafenrundfahrt in der Wüste

Hatte ich schon erwähnt, dass das Frühstück im Hotel echt nicht schlecht war? War es auch nicht. Im Gegensatz zu mir. Also mir war ziemlich übel am Morgen. Man könnte auch sagen, dass ich “ganz leicht” verkatert war. Und eigentlich schwor ich mir in diesem Moment auch, dass ich ab sofort etwas kürzer treten würde. Woraus leider nichts wurde, aber dazu später…

Als erstes zog es uns nämlich zum Hafen. Wo uns brilliantes Wetter erwartete. Also es war eigentlich schweineheiß. Aber dank des permanent wehenden Windes war es sehr angenehm. Allerdings auch nur so lange, bis wir uns zu einer obligatorischen Hafenrundfahrt entschieden. Diese fand nämlich in einem kleinen Motorboot statt, das zwar oben ohne war, dafür aber Glasscheiben links und rechts hatte. In anderen Worten: dort herrschte Windstille. Und es hatte gefühlte 60° so in der prallen Sonne. Für die eigentliche Fahrt standen wir dann zwar auf und genossen den Fahrtwind, aber bis diese Schaluppe endlich mal losfuhr, verging eine halbe Stunde, die uns wie ein halber Tag vorkam. Also auch wenn die Rundfahrt wirklich schön war – die Schwitzerei machte leider einiges von dem Vergnügen zunichte.

Anschließend brauchten wir deshalb erst mal jeder 2 Liter Flüssigkeit. Denn etwas zu trinken mit an Bord zu nehmen – da hatten wir natürlich nicht dran gedacht. Aber man erholt sich von allem, auch davon. Also waren wir tapfer und stiegen in einen Oben-Ohne-Hop-On-Hop-Off-Bus für eine Stadtrundfahrt. Doch zwei Dinge störten ungemein: erstens waren dort wieder Scheiben, die den Wind abhielten, weshalb wir wieder genauso brutzelten – und zweitens war das gar kein solcher Hop-On-Hop-Off, wie ich sie aus London kenne, also wo man wirklich überall ein- und aussteigen kann. Konkret gab es nur zwei Möglichkeiten: am Hafen und am Hauptbahnhof. Das nenn ich mal leicht irreführend…

Dementsprechend flüchteten wir auch am Hauptbahnhof und damit nach nur etwa 1/3 der Strecke, denn wir hielten es nicht mehr aus. Zu Fuß kämpften wir uns dann durch die schattigen Häuserschluchten bis zum Jungfernsteg, wo wir uns schließlich ein Taxi nahmen und ins Hotel zurückfuhren, um eine rettende Dusche zu nehmen. Und eine Mütze voll Schlaf. Eigentlich ungewollt, aber als wir dann gegen sechs Uhr erst zum Essen in ein Steakhaus und danach wieder in Richtung der Landungsbrücken schlenderten, war es ungleich erträglicher.

Der Andy vom Clochard

Gute drei Stunden und gefühlte 27km Spaziergang später landeten wir aber wieder auf der Reeperbahn. Denn uns war definitiv nach Bier zumute. Das wir aber nicht mehr im Lehmitz trinken wollten, denn das kannten wir ja schon. Also fiel uns ein Schild “die billigste Kneipe der Stadt” auf – und gingen hinein. Im ersten Stock angekommen dann erst mal leichte Verwunderung. Wer das Abseits in Freising kennt, der weiß, dass wir einiges gewohnt sind, was das prädikat “heruntergekommen” angeht. Aber das Clochard  lässt das Abseits dagegen wie eine Schickimicki-Kneipe aussehen…

Nicht, dass es abstoßend gewesen wäre. Eigentlich war es ja sogar recht gemütlich. Auf seine eigene Art und Weise. Und die Klientel war auch ok. Viel los war zwar nicht, aber man fühlte sich auf jeden Fall gut aufgehoben. Also unter vernünftigen Menschen, auch wenn diese für manche wie 100 Jahre Zuchthaus aussahen – aber ich bin immer noch lieber in solcher Gesellschaft als unter diesen ganzen Party-Kiddies, die sich in den “normalen” Kneipen und Cafes auf dem Kiez tummeln und ständig jedem beweisen müssen, wie cool und toll sie sind und deswegen pöbeln und schlägern.

Jedenfalls dauerte es auch hier nicht lange, bis jemand an unseren Tisch gestolpert kam und nach einer Kippe fragte. Die er natürlich gerne bekam. Also Tabak – drehen sollte er schon selber. Was er auch tat – aber so richtig in Übung war er ja nicht. Auf jeden Fall war das wieder mal der Einstieg in den Absturz, denn Andy (so hieß er), der doch etwas runtergekommene Mitt-Vierziger, blieb gleich sitzen, erzählte uns die Story vom Pferd und wir kippten zusammen etliche Bierchen. Und einen “Mexikaner”. Was genau da drin ist, weiß ich nicht. Es schmeckte jedenfalls wie Tequila mit Tabasco und Gewürzketchup. Eigentlich graute mir davor, weil ich den Fehler machte, vorher dran zu riechen. Und geschmeckt hat es mir in diesem Moment auch überhaupt nicht. Allerdings renkte das Ding meinen Magen wieder gerade und die Schärfe tat gut im Hals.

Gut angestochen und belustigt endete also auch unser zweiter und letzter Abend auf der Reeperbahn…

A nice place to visit…

…but I wouldn’t wanna live there.

Ich glaube, Elmer von Bugs Bunny hat das mal gesagt. Und genau dieser Satz schwebte mir während der ganzen Zeit auf dem Kiez im Kopf umher. Und rückwirkend betrachtet bestätigt es sich umso mehr.

Es waren zwei verdammt beeindruckende Abende. Die Reeperbahn und die angrenzenden Straßen sind wirklich etwas Besonderes. Diese Offenheit, Toleranz und Freizügigkeit wird man woanders lange suchen müssen. Also als Schnieke-Tourist wird man es abends wohl nicht so leicht haben – aber mit meinen langen Haaren und dem offensichtlichen Metaller-Outfit sind wir überall freundlich aufgenommen worden und mussten uns nie Gedanken machen, ob uns jetzt jemand ans Leder will.

Aber genau das ist der Punkt: auf Dauer möchte ich in so einer Gegend echt nicht leben. Vor allem hat mich die Begegnung mit Andy am zweiten Abend zum Nachdenken gebracht. Wir können da jederzeit wieder raus und nach Hause in unser “normales” Leben fahren. Aber der steckt dort jetzt schon seit seiner Jugend fest, also seit 30 Jahren. Und er wird es wohl auch nie da raus schaffen. Ob er es will, ist natürlich wieder eine andere Frage, aber es ist einfach deprimierend, einen Menschen zu erleben, der offenbar sogar schon Probleme hat, sich daran zu erinnern, was er vor 10 Minuten erzählt hat. Ob es nur am jahrzehntelangen Alkohol-Überschuss lag oder ob auch noch andere Drogen im Spiel waren, ist schwer zu beurteilen. Er sagt, er hätte sein Leben lang nur gesoffen, es aber immer geschafft, mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Allerdings ist mein Eindruck leider ein anderer. Und Andy ist dort absolut kein Einzelfall…

Was genau er uns an Storys erzählt hat, was er schon gemacht hat und was er noch machen wird, ist viel zu viel zum tippen. Aber es war rückwirkend schon traurig zu erkennen, dass er sich da eine fiktive Welt aufgebaut hat, die er für real hält und die nach außen den Schein eines halbwegs geordneten Lebens wahrt. Mag sein, dass das eine ganz normale Schutzreaktion des Gehirns ist, aber was muss eigentlich alles passieren, damit so etwas eintritt? Was muss man durchmachen und wie lange muss man seinen Körper in Alkohol konservieren, damit man so abdriftet?

Wir kommen wieder!

Ungeachtet dessen – wir werden auf jeden Fall wieder hinfahren. Schließlich haben wir ja fast nichts von Hamburg gesehen. Also vom Vorzeige-Hamburg. Der aufpolierten Touristenwelt. An die kann ich mich noch dunkel erinnern, weil eine meiner Tanten lange in Hamburg wohnte und wir sie mal besuchten, als ich vielleicht 12 oder 13 war. Da waren wir eine Woche jeden Tag unterwegs und haben so ziemlich alles gesehen. Aber eben nur die Sonnenseite…

Da ich aber eine Kreatur der Nacht bin – Kiez, wir kommen wieder! ;o)

Fotos von Hamburg

Natürlich hatte ich meine Kamera so ziemlich immer und überall dabei. Ich bin nur vor lauter Gucken und wegen der vielen Eindrücke nicht wirklich zum Abdrücken gekommen. Und gerade auf der Reeperbahn wollte ich nicht unbedingt Ärger provozieren, also ließ ich die Kamera in der Tasche. Das Lichtspektakel wäre zwar zig Fotos wert gewesen, aber nachdem ich gelesen hatte, dass man mit sowas vorsichtig sein soll, weil manche Club-Besitzer es nicht gerne sehen, wenn sie abgelichtet werden und auch die Damen des horizontalen Gewerbes schon mal einen Austicker bekommen können, wenn sie ungefragt mit auf einem Bild sind…?

Dennoch sind wie ich finde ein paar nette Bilder der restlichen Zeit entstanden.

Kommentare sind jederzeit willkommen! Leider kann diese Bildergalerie aber keine Kommentare direkt zu einzelnen Bildern. Wer also was zu einem Foto sagen möchte, kann ja einfach den Namen des Bildes erwähnen…

Verwandte Einträge:

  1. LukUHLischer Urlaub 2009 – Teil 3: Büsum Was freuten wir uns nach unserem Wacken-Erlebnis auf eine...
  2. LukUHLischer Urlaub 2009 – Teil 2: Wacken   WAAAAAACKÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖN! Seit fast einem Jahr hatten wir schon die...
  3. LukUHLischer Urlaub 2009 Urlaub hat ja den Zweck, sich zu erholen. Wie...

Schlagworte: ,

6 Kommentare

  1. In Sachen Bier: Jever schmeckt wie mit Wasser gestrecktes Pils, dass man drei Tage lang in der Sonne stehen hat lassen, Heinecken ist ne Holli-Marke – aber Astra? Das ist an sich recht gut trinkbar. Aber wenn man immer nur das hiesige Dorfbier trinkt … *schulterzuck*

    .. was dir aber durchaus zu verzeihen ist – bis ich vor vier Jahren nach Karlsruhe umgesiedelt bin, habe ich auch geglaubt, dass außer Augustiner, Spaten und Salvator sonst nix trinkbar ist, Oettinger nur dann, wenn sonst nix mehr da ist, und Pils ist was für Leute, denen die Geschmacksnerven abgestorben sind.

    Kurz darauf habe ich Moninger kennen gelernt, das geschmacklich wohl schlechteste Bier in Deutschland, danach bin ich auf Tannzäpfle gestoßen und hängengeblieben. Wenn man weiß, dass “Helles” im Endeffekt auch nur leicht modifiziertes Pils ist, relativiert sich die Sache mit dem “schlechten” Geschmack gleich wieder .. seitdem teste ich regelmäßig lokale Biersorten durch, um festzustellen, was (mir) taugt und was nicht.

    Die von dir hier beschriebene Eigenart würde ich in diesem Fall dem “Keine-Fremdsprachen”-Syndrom anlasten – in Bayern, vor allen Dingen um das Einzugsgebiet München herum, gibt es genügend qualitativ hochwertige Biere (bis auf Löwenbräu *würg*), dass der faule Hund, der damische Bayer als solches recht träge wird, was die Experimentierfreude und Lust auf andere Biersorten anbelangt.

    cu, w0lf.

    ps: ein gutes bayrisches oder fränkisches Pils vermisse ich aber immer noch … ;)

    • Ich hab mir ja angewöhnt, Bier IMMER so regional wie möglich zu trinken, wenn ich unterwegs bin. Support your local Dealer! Hab mir zwar leider keinen Namen gemerkt, aber da sind mit der Zeit schon ein paar echt leckere Perlen aufgetaucht. Leider aber auch ein paar dermassen schlechte…

      Finde es jedenfalls schade, dass so viele immer nur die bekannten Marken aus der Fernsehwerbung trinken. Klar weiß man da vorher genau, was man bekommt, aber nachdem es in Deutschland ja mehr Biere als Weine gibt, ist das doch eine brutale Einschränkung des Geschmackserlebnisses.

      Ach ja, kennst Du eigentlich schon den Blog ums Bier? ;)

  2. Ich mache, seitdem ich nimmer in München wohne, öfters mal lokale Biertouren. Von jedem eins. Bei bayrischem Weißbier (außer das von dir schon angesprochene Erdinger) kann man an sich nix falsch machen.

    Beim Pils schon eher – speziell hier in Franken konnte mich von den Pilssorten bis dato nur das Kulmbacher überzeugen – alles andere schmeckt von “igitt-Jever” bis hin zu “schal gewordenes Helles”, also nicht sonderlich.

    Habe jetzt, nachdem ich nun in Uffni wohne, die lokal im Rewe, Edeka und Kupsch verfügbaren Biersorten ausprobiert (noch nicht alle, aber FAST alle durch). Vom Rothenburger Landwehr bekomm ich z.B. Durchfall (egal welche Sorte). Das Kauzen Zwickl ist eher so … naja.

    Aber dazu später mehr in meinem Blog …

    Und zu dem Verweis: Nein, kannte bis dato nur das Bier-Blog. Das von dir genannte wird jetzt aber auch mal – trotz hirntoter CAPTCHAs – mit Kommentaren überzogen ;)

    cu, w0lf.

  3. Ich bin ja immer wieder begeistert von den Hafenrundfahrten, hab die bislang aber auch grundsätzlich nur bei Regenwetter in geschlossenen Booten unternommen. Wie ich hier lese, war das aber vielleicht auch gar nciht unbedingt das Schlechteste. Wir hatten jedenfalls immer Bier dabei und schwitzen mussten wir auch nicht, also vielleicht behalte ich diese Tradition auch einfach bei.

    • Das würde ich auch tun. Also vielleicht nicht gerade bei Regen, weil dann die Scheiben nass sind und die Optik trüben – aber zumindest eben nicht bei gefühlten 50 Grad, wie wir es taten. Obwohl: mit ein paar Bierchen im Gepäck wäre ja sogar das auszuhalten gewesen. Ist jedenfalls für den nächsten Hamburg-Besuch schon eingeplant. Also sohl die Rundfahrt als auch vor allem der Vorsatz, das nicht mehr ohne mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu tun…

  4. Ich fahre auch nächstes Wochenende nach Hamburg. Ich hoffe, dass das Wetter dann auch einigermaßen mitmacht, denn dann würde ich auch gerne so eine Hafenrundfahrt erleben. Wenn man sich das hier ja so durchliest, kann man da eine Menge Spass haben.

Schreib Doch einen Kommentar: