Südzucker bleibt auf (Gewinn-)Kurs – mit unserem Steuergeld!

Der Südzucker AG geht es alles andere als schlecht. Millionengewinne, wohin man auch sieht.
Wie von n-tv hier gemeldet, hatte die Südzucker AG ein brilliantes erstes Geschäftsquartal und mit 88 Millionen Euro Gewinn einen 40%igen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Dank dieses guten Ergebnisses ist die Konzernleitung sehr zuversichtlich, dass der Gesamtertrag des Unternehmens das gesetzte Ziel von rund 400 Millionen Euro (im Vorjahr: 258 Millionen Euro) erreichen wird.
Auch für kommende Zeiten sei das Unternehmen gut gerüstet, so dass einem weiteren Anstieg des Gewinns eigentlich nichts im Wege stehe.
Was diese Wirtschaftsmeldung jetzt in meinem Blog zu suchen hat? Nun – wie erst vor kurzem hier geschrieben, ist die Südzucker AG mit 34 Millionen Euro Subventionsgeldern im Jahr 2008 ja der Spitzenreiter der Empfänger von EU-Agrargeldern. Also von unseren Steuergeldern. Und deswegen finde ich es sehr interessant zu lesen, dass es diesem Unternehmen offenbar tatsächlich extrem gut geht, es floriert und die Euros sprudeln ohne Ende – und dem auch so wäre, wenn sie keine Subventionen bekämen.
Deswegen also einmal mehr die Frage: sollten wir nicht langsam gegen diese ungerechte Verteilung unserer Steuergelder rebellieren? Wieso bekommt so ein gut verdienender Großkonzern Millionen auf dem Silbertablett präsentiert, wenn im gleichen Atemzug tausende von Milchbauern wegen des Preisdrucks miese machen, mehr und mehr von ihnen aufgeben müssen und die Grundidee der Erhaltung regionaler, bäuerlicher Strukturen mit Hilfe von Agrarsubventionen komplett ad absurdum geführt wird? Denn dafür waren genau diese Subventionen doch eigentlich auch mal gedacht: um beispielsweise den benachteiligten Allgäuer Bauern das Überleben zu sichern, auch wenn dort die Haltung von Kühen aufwändiger und damit teurer ist als in einem Massentierhaltungs-Betrieb in Spanien. Wenn diese Allgäuer Bauern also wegen des Preisdrucks weniger für ihr Fleisch bekommen, sollte dieser Agrarfond eigentlich dafür sorgen, dass er einen Ausgleich erhält und zumindest nicht draufzahlt. So, wie es aber jetzt gehandhabt wird…?
Wendet Euch doch also einfach mal an Euren Bundestagsabgeordneten und fragt ihn, warum er nichts dagegen unternimmt, dass ihr mit Euren Steuergeldern ein gut florierendes Unternehmen finanzieren und diese unfaire EU-Subvenstionspolitik weiter unterstützen sollt.
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Gestern habe ich den Firmenjet hier am Mannheimer Flughafen starten sehen
Bin sehr gespannt, was Bayern zu verbergen hat…………….wird ja wohl rauskommen nach der Klage von Brüssel.
Natürlich ist es pervers, dass Südzucker (Nordzucker auch) subventioniert wird, aber es bringt nichts, wenn man sich nur über Südzucker bei seinem Abgeordneten beschwert. Lufthansa ist z. B. auch solch ein unmögliches Subventionsobjekt, da kriege ich ‘ ne Krise………das ganze Subventionsprogramm, wie es existiert, ist absolute Scheiße!
Vielleicht schafft es ja die Piratenpartei mal ohne Lobby……………………