WBINFDG-Tipp: Kühlschrank und Gefriertruhe entstauben!

So sollten Kühlrippen aussehen: sauber, ohne Staubflusen.
WBINFDG – Warum Bin Ich Nicht Früher Drauf Gekommen. Leider finde ich keine schöne deutsche Übersetzung für das im Englischen selbsterklärende “Headsmacking Tipp”, weshalb ich zu dieser Monster-Abkürzung greife. Die Idee dahinter ist, in unregelmässigen Abständen kurze Tipps und Denkanstöße zu geben, wie man kinderleicht Energie sparen oder sonstwie der Umwelt etwas Gutes tun kann – und das mit wirklich minimalem Aufwand. Oder besser gesagt mit Maßnahmen, die so simpel und naheliegend sind, dass man sich wirklich fragt: Mensch – warum bin ich da eigentlich nicht früher drauf gekommen?
Den Anfang möchte ich daher mit etwas machen, was wirklich naheliegend ist. Aber ich bin mir sicher, dass nur wenige daran denken würden, wenn es ums Thema Energie sparen geht: die Kühlrippen von Kühlschränken. Oder auch Gefriertruhen.
Wenn man seinen Kühlschrank reinigt, macht man das ja meistens nur im Innenraum. Man räumt alles raus, putzt alle Ablagen sauber (und hat in der Zwischenzeit hoffentlich die Kühlung ausgeschaltet, damit der Kühlschrank währenddessen nicht ständig unnötigerweise versucht, diesen thermischen Kurzschluss zu kompensieren und die Raumluft zu kühlen!), räumt anschließend alles wieder rein und das wars dann. Nun, was die hygienische Komponente des Kühlschranks angeht, reicht das auch wirklich.
Jedoch: der Energiebedarf “entsteht” bei einem Kühlschrank wo ganz woanders. Nämlich auf der Rückseite. An den Kühlrippen. Ohne jetzt zu tief auf die Funktionsweise eines Kühlkompressors eingehen zu wollen: dieses feine Rohrsystem auf der Rückseite muss ungehinderten Zugang zur Umgebungsluft haben, um optimalst zu arbeiten. Sobald etwas den Temperaturaustausch zwischen der in den Rohren laufenden Kühlflüssigkeit und der Raumluft stört, wird der Wirkungsgrad in der Regel schlechter – der Kühlschrank muss länger die Flüssigkeit durchpumpen, braucht also mehr Energie.
Man sollte daher auf jeden Fall einmal im Jahr einfach mal HINTER den Kühlschrank sehen und mit einem Staubsauger alle anfallenden Staubfussel und -flusen entfernen. Denn selbst im saubersten Haushalt gibt es Staub. Der vordergründig zwar gewischt werden kann, der sich aber in den Ecken, an die man nur schwer rankommt, sammelt und sammelt und sammelt…
Ich muss gestehen, dass ich selbst lange nicht daran gedacht habe. Mein Kühlschrank steht jetzt schon seit 10 Jahren an diesem Platz. Und warum sollte ich auch dahinter mal nachsehen? Als ich es jetzt aufgrund dieser Idee aber einfach mal machte – um Himmels willen! Da muss ich mich ja dafür schämen! Deswegen auch kein Live-Foto davon zu diesem Eintrag und lieber eins aus der Retorte. Jedenfalls: da wundert mich jetzt echt nicht mehr, warum der Gefrierteil meines Bosch Kombi-Geräts nur noch 20 statt 27 Grad Minus geschafft hat…
Also: einfach mal ausprobieren! Auch wenn der Kühlschrank in eine Einbauküche verbaut ist – irgendwie kommt man da schon hin. Wenn es wirklich ein enormer Aufwand ist, muss man es ja auch nicht jährlich machen – aber so alle zwei Jahre mal?
Obwohl mir grad einfällt: jetzt wäre natürlich interessant, hier eine Art Fotowettbewerb zu machen. Wer hat den verstaubtesten Kühlschank? Aber dazu müsste ich erst mal ein Plugin finden, das bei den Kommentaren auch einen Bilder-Upload erlaubt…
Ach – ihr könnt ja mündlich berichten. Dann ists auch nicht so peinlich…
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Ob das bei Einbaukühlschränken wirklich so eine gute Idee ist?
Also ich lass da lieber die Finger von. Allein das Ding rauszuziehen ist ein Kraftakt, es wieder an Ort und Stelle zurück zu befördern, nicht minder. Vor allem muss die Tür incl. Dekorteil danach wieder exakt schließen. Wenn man das nicht hinkriegt, verbraucht das Gerät hinterher mehr Strom als vorher.
Aber sofern frau einen Hausfreund hat, der kräftig UND handwerklich geschickt ist, warum nicht?
Andererseits: Mein Kühlschrank hat vor einem Jahr nach gut 13 Jahren seinen Geist aufgegeben und bei dieser Gelegenheit konnte ich auch mal dahinter putzen. Es war zwar staubig, aber so schlimm nun auch wieder nicht. Kein Vergleich jedenfalls mit freistehenden Kühlschränken, wie ich sie von früher kenne. Die wurden ja wirklich noch jährlich zum Großputz herausgezogen. Da kam dieselbe Menge Staub oder mehr in einem Jahr zusammen.
Stimmt. Aufwand ist das schon einiger. Und weil er eingebaut ist, dürfte sich da tatsächlich weniger Staub fangen. Hatte nur noch nie einen, sondern immer einen frei stehenden, deswegen hab ich einfach mal ins Blaue gedacht, dass das dort ja auch ein Thema sein könnte. Allerdings muss ich sagen, dass ich beim Umzügen von Freunden schon zwei Küchen demontiert habe – und was da hinter den Schränken zum Vorschein kam… Na merci… Kann mich allerdings nicht mehr erinnern, ob das auch bei den dortigen Kühlschränken galt oder echt nur im Bodenbereich hinter den Einbauschränkchen…
“Da muss ich mich ja dafür schämen! ”
Diese Aussage ist einfach nur geil, weil die meisten Männer wohl eher den “(Haus)frauen” die Schuld daran geben würden! Bist schon cool…………
Ich muß gestehen daß ich unser 310-Liter-Ungetüm nur seltenst von der Stelle bewege… frei stehend, aber am Ende der Küchenzeile in die Ecke gequetscht, und zwar ziemlich passgenau.
Nun ja, in dem Fall ist das durchaus verständlich… Das würde ich mir auch nicht antun… Habs auch eher für die vielen geschrieben, die “normal kleine” Geräte haben und deswegen schneller mal rankommen…